Geschichte Mittelreich

Aus MeisterDerMagie Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Kaiser des Mittelreiches

Samon I. 1-67

Unter seiner Krone wurden vor inzwischen 617 Jahren die einzelnen Königreiche der heutigen Mittellande erstmals geeint. Näheres zu dieser Episode unten

Samon II. 67-102

Als ältester Sohn trat er die Nachfolge seines Vaters nach dessen Tod an. Diese Art der Thronfolge stellt im Mittelreich den Regelfall dar.

Samon III. 102-136

Samon III. gilt noch heute als Erbauer bedeutender Gebäude des Reiches, wie die Kathedrale in Kalesch oder die Festung Sonnenfaust.

Meitas I. 136-183

Nach dem Tod Samons III. ließ dessen zweite Frau Nesa alle Söhne aus seiner ersten Ehe töten, um den gemeinsamen Sohn Meitas auf den Thron zu bringen. Dieser war zu diesem Zeitpunkt allerdings erst drei Jahre alt, daher übernahm sie selbst bis zum Jahre 149 die Regentschaft.

Meitas II. 183-198

Meitas I. war es lange Zeit nicht vergönnt einen Thronfolger zu zeugen. Erst spät in seinem Leben gewährte Bantiala ihren Segen und schenkte ihm den lang ersehnten Sohn: Meitas II. Allerdings war er Zeit seines Lebens kränklich und verstarb kinderlos mit 37 Jahren.

Samon IV. 198-228

Der frühe Tod Meitas II. löste zwischen den Adelshäusern Streitigkeiten aus, da er keine Nachkommen hinterlassen hatte. Vertreter der Ignatus-Kirche setzten schließlich den Anspruch Samons IV. durch, des elfjährigen Enkels einer Tochter Meitas I., und übernahmen gleich selbst für vier Jahre die Regierungsgeschäfte. Samon IV. stand noch Zeit seines Lebens deutlich erkennbar unter dem Einfluss der Kirche.

Meitas III. 228-256

Meitas III. löste die Geschicke des Reiches vom Einfluß der Kirchen durch geschickt formulierte Gesetze und die Unterstützung der Reichsritter. Als Gegenleistung erhielten die Kulte des Ignatus und Jedek das Recht, eigene Burgen zu unterhalten, die noch heute als wichtigste Stützpunkte der Kirchen dienen.

Samon V. 256-281

Samon V. gilt als der "Händlerkaiser": Er unterhielt beste Beziehungen zum Kult des Mernat und gründete den Hafen von Valoria. Unter seiner Herrschaft erblühte der Handel mit dem Rest Ganthors in einer nie dagewesenen Form.

Samon VI. 281-297

Samon VI. versuchte das Gebiet des Mittelreichs auszuweiten und lies im Hügelland im Westen der großen Handelsstraße Siedlungen errichten. Der Unterhalt und die Sicherung dieser Siedlungen erwies sich jedoch aufgrund von Orks und der schlechten Witterung als zu kostspielig, sodass die Siedlungen bald nach Samons Tod von der Landkarte verschwanden.

Samon VII. 297-331

Die Bestrebungen Samons VII., die nominell zum Reich gehörenden Stadtstaaten der Südlande stärker einzubinden, leiteten einen Konflikt ein, der unter Meitas IV. zur Unabhängigkeit und Bildung einer Allianz der Stadtstaaten führte, was den Konflikt aber noch lange nicht beendete.

Meitas IV. 331-368

Meitas IV. führte die Kriegszüge seines Vaters im Süden erfolglos fort. Im Alter von fast 60 Jahren bestand er darauf, erneut einen Kriegszug gegen Brandal zu führen, verstarb jedoch auf der Reise nach Süden.

Samon VIII. 368-401

Samon VIII. und sein Nachfolger Samon IX. gelten als schwache Kaiser, unter denen schon der Konflikt schwelte, der schließlich unter Danthares als Bürgerkrieg zum Ausbruch kam. Der Beginn des Niedergangs war ein Angriff von Orks im Norden, der alle militärischen Kräfte band und sezessionistische Einflüsse im Süden begünstigte.

Samon IX. 401-422

Unter der Herrschaft Samon IX. verfielen Macht und Einfluß des Reiches immer mehr und es entstanden die heutigen Fürstentümer an der Grenze zu den Südlanden.

Danthares 422-546

Im Jahre 424 stürmte ein Zirkel von Verschwörern aus dem Ritterstand den Kaiserpalast, tötete alle Berater und Minister Kaiser Danthares' und setzte sich selbst als Reichsregierung ein. Im Laufe des hierdurch ausgelösten Bürgerkrieges wurde Kaiser Danthares entführt und wechselte fortan als Legitimationsfigur wie eine Puppe unter den verschiedenen konkurrierenden Machtgruppen den "Besitzer". Eine Gruppe von Todesmagiern sprach im Jahre 488 den Zauber "Schwarze Kanäle" auf den Greis, so dass das üble Spiel noch fast 70 Jahre weiter getrieben werden konnte, bis schließlich im Jahre 546 ein Ignatus-Priester den unglücklichen Untoten vernichtete, der für 124 Jahre der Kaiser genannt wurde und doch seit 122 Jahren keine Regierungsentscheidung mehr getroffen hatte.

Desthard 546-564

Desthard war der Anführer des nach seinem Amtsantritt in der Bedeutungslosigkeit versunkenen Ignatus-Ritterordens, der 546 Danthares eliminierte. Im Jahre 561 trat sein älterer Zwillingsbruder Fürst Mordwig auf und forderte die Herrschaft für sich, indem er eine Urkunde präsentierte, die die Abstammung des Bruderpaares von Kaiser Samon VI. bewies. Desthard verteidigte seinen Thron und konnte sich fortan zudem auf eine genealogische Legitimation stützen, was vorher überhaupt keine Rolle gespielt hatte.

Rethal I. 564-566

Desthard dankte im Jahre 564 zugunsten seines Sohnes Rethal ab, übernahm aber nach dem Ausbruch des letzten Orkkriegs im Jahre 566 wieder die Regierung, als sich sehr schnell herausgestellt hatte, dass der junge Rethal überfordert war. Zwei Jahre später nach der Abwendung der Bedrohung räumte er den Thron wieder.

Desthard 566-568

Rethal I. 568-586

Nach der Abwendung der Orks durch die kurze Übernahme des greisen Desthards, regierte Rethal weitere 18 Jahre. Wie sich jedoch leider bald erwies, war Rethals Herrschaft jedoch wie vom Pech verfolgt. Aufstände der Fürsten und interne Fehden in Adelskreisen destabiliserten das Reich und auf den Straßen trieben als Folge des Krieges Gesetzlose ihr Unwesen. Nur mit Hilfe des alten Desthards, der trotz seines Alters als oberster Feldmarschall die Truppen des Kaisers erfolgreich gegen die Aufständischen führte, blieb Rethals Thron erhalten. Rethals unglücklicher Herrschaft folgte ein unglückliches Ende: Er wurde von fanatischen Anhängern des Gottes Beorn, die zu seinen Beratern gehörten, in seinem eigenen Palast ermordet.

Rethal II. 586-617

Retahl II., der 21 jährige Sohn Rethals I., kam durch die Ermordung seines Vaters auf den Thron: Aufgrund der Verwickung des Beorn Ordens in das Attentat reformierte Retahl II. als eine der ersten Amtshandlungen das Adelswesen: Fürsten und Barone waren nun nicht mehr Reichsritter, vielmehr hatte der Adel Ritter in seinen Diensten und musste dem Kaiser im Kriegsfall Soldaten und Ritter stellen. Die Trennung von Adel und Rittertum führte zu großen Unruhen im Reich und öffentlichen Aufbegehren gegen den Kaiser. Rethal II. -ein genußsüchtiger und hedonistischer junger Mann- sah die Gefahr und gab dem Jedek Orden große Befugnisse, um der Gefahr Herr zu werden. Er selbst gab sich eher seinen Vergnügungen hin als der Politik. Somit gelang es dem Jedek Orden seine Macht auszubauen und neue dem Orden genehme Adelige in Einflußreiche Positionen zu bringen. Die höfische Kultur der Fürsten des Landes Cor entstand in dieser Zeit des Umbruchs und wird von Anhängern der alten ritterlichen (und Beorngefälligen) Ideale immer noch als weich und schwach angesehen.

Das offesichtliche Desinteresse Rethals II. an Politik machte sich jedoch mit der Zeit auch am Zustand des Reiches bemerkbar: Die schon durch Rethal I. nicht behobenen Probleme durch Gesetzlose und herumziehende Orkbanden verschlimmerten sich zusehends und wirkten sich lähmend auf Handel und Handwerk aus. Auch wurden die Destahrds Siedlungsprojekte im Westen und im leeren Land von Rethal II. derart vernachlässigt, dass sie heute nicht mehr offiziell zum Reichsgebiet gezählt werden -trotz einiger überlebender Siedlungen.

Illiasan 617-heute

Die Situation des Reiches unter Rethal II. war nach 20 Jahren gelinde gesagt katastrophal: Die Rechtssprechung des Jedekorden war zwar in den Kernprovinzen gesichert, doch konnte dem Verbrechen und der Gesetzlosigkeit auf den Straßen und in den entlegenen Gebieten des Reiches nicht Einhalt geboten werden. Derweil lebte der Kaiser in Saus und Braus und kümmerte sich wenig um die Nöte seiner Untertanen.

Illiasan, ein halbelfischer Adoptivsohn eines von den Reformen Rethals II. betroffenen Adeligen, war der Anführer einer ungewöhnlichen Verschwörung von Händlern und Rittern. Als die Verschwörung die Zeit gekommen sah, marschierte eine Streitmacht von Rittern einfach in die Thronräume, nahm Rethal II. gefangen und proklamierte Illiasan als Kaiser.

Illiasan machte die Trennung von Rittertum und Adel umgehend rückgängig und gab den Fürsten wieder die Befugnisse militärisch für Ordnung zu sorgen, was die Situation bald spürbar besserte. Auch Kultur und Handel erblühten wieder und beendeten die lange Stagnation des Mittelreichs.

Mit der wieder erlangten Macht geben jedoch einige Ritter und Fürsten die Loyalität zu Illiasan auf und die Entscheidung, sich nicht den Segen des Jedek Orden geben zu lassen, sorgt für weitere Spannungen im Reich.

Entstehungsgeschichte des Mittelreichs

Das heutige Herz des Reiches war seit dem so genannten "Jahrzehnt der Dämmerung" ein umkämpftes Gebiet. Die tapferen Männer, die in diese Lande gezogen waren, schafften es aber, nach und nach jeden Feind weit zurückzutreiben und so das Land für sich zu beanspruchen. Diese alte Zeit wird heutzutage als der "Beginn des Lichts" bezeichnet. Tatsächlich reicht die Tradition des Ordens des Ignatus bis dorthin zurück, als erste Verträge mit den mächtigsten Königen der Mittellande geschlossen wurden. Damals waren die Mittellande in verschiedene Königreiche gespalten, doch alle einte der Schwur auf Ignatus und ließ sie mit den Jahren zusammenwachsen.

Der König Xarotanum, ein Hüne von einem Mann und ein erfahrener Kämpfer im Felde, und Isodrathros, ein listenreicher, weiser Mann im besten Alter, legten ihre Fehden bei und vermählten zum Zeichen des Bündnisses ihre Kinder Germadil und Alana miteinander. Den übrigen Königen war der mächtige Bund zwischen den beiden größten Reichen alles andere als recht, und doch erschienen sie alle am Tage der Hochzeit, um Zeuge zu werden, wie die Priester die Zeremonie vollziehen würden. Am selben Abend, die frisch Vermählten hatten sich gerade in ihre Gemächer zurückgezogen, wurde aus einer Nichtigkeit unter den Gästen ein Streit entfacht, der folgenschwer sein sollte. Marror, einer der heißblütigsten Könige des Landes, geriet in Streit mit Xarotanum, und beide zogen ihre Waffen und waren bereit, die Auseinandersetzung auszufechten. Der Priester Sogathor stellte sich zwischen die beiden und wurde von Marrors Schwert durchbohrt. Sterbend sank er in Xarotanums Hände. Isodrathros erstach daraufhin Marror von hinten durch die Brust. Alle Anhänger Marrors bis auf einen wurden auf der Stelle getötet, und der verbliebene wurde alleine ausgesandt, um dem Reich Marrors die Kriegserklärung zu überbringen. Die "Jahre des Blutes" begannen für die Mittellande, eine Zeit, die zwischen dem Beginn eines strahlenden neuen Tages und dem Beginn einer grauenhaften Nacht hin und her schwankte. Sämtliche Könige wurden in den Krieg mit einbezogen, und da sich die Priester des Lichts aus diesem Krieg heraushielten, wurde es der erbarmungsloseste und brutalste Krieg, den die Menschheit bislang erlebt hatte.

Nach vielen Jahren des Krieges erreichte den König Germadil, inzwischen zu einem stattlichen Mann herangereift, die schreckliche Kunde eines Boten: Ein Heer von zehntausend Orks, Ogern und Riesen zog nördlich des Tafelbergs mitten in das Herz der Mittellande. Die Truppen, müde vom Kämpfen, sahen dieser gewaltigen Armee hoffnungslos entgegen. Germadil reiste mit einer kleinen Gesandtschaft zur Hauptordensburg des Ignatus, zerriss seine Kleidung, ließ sich auf seine Knie fallen und betete tagelang vor den verschlossenen Toren um Hilfe.

Die Tore öffneten sich nicht, doch es wird erzählt, dass Germadil mit einem seltsamen, geheimnisvollen Glitzern in den Augen zurück nach Kalesch reiste. Die Stadttore wurden geschlossen, und die völlig überfüllte Stadt rüstete sich, um wenigstens einen ehrenvollen Tod zu sterben. Mit dem anrückenden Heer der Orks zog ein pechschwarzes Gewitter über das Land, so dass Himmel und Erde zugleich verdunkelt wurden. Der König selbst befehligte seine Männer und schaffte es, in der ersten Nacht des Ansturms, der "längsten Nacht des Reiches", wie sie heute genannt wird, die Mauern zu halten. Im Morgengrauen wurden die Haupttore der Stadt geöffnet, und 800 Ritter mit ihrem König an der Spitze ritten in vollem Galopp über die Feinde hinweg. Auf freiem Feld formierten sie sich in einer langen Reihe und erwarteten den Feind.

Um die folgende Schlacht ranken sich mittlerweile mehr Legenden, als ein Rotbart Haare am Kinn hat, aber soviel ist sicher: Germadil und seine Ritter kämpften wie wahre Helden. Kaum eine Stunde nach Sonnenaufgang flüchteten einzelne Trupps der gewaltigen Orkarmee, und eine weitere Stunde später verließ jeden nichtmenschlichen Angreifer der Mut gegenüber diesen übermächtigen Gegnern. Die Ritterschar wurde in dieser Schlacht fast völlig vernichtet, kaum eine halbe Hundertschaft überlebte die Schlacht, aber jeder von ihnen nahm Dutzende Feinde mit in den Tod. Germadil selbst wurde von einem orkischen Hauptmann schwer verletzt und starb, sein Schwert in Händen, auf dem Schlachtfeld.

Die überlebenden Ritter trugen den König in einer feierlichen Prozession in die Stadt und bahrten ihn vor dem Heiligtum des Ignatus auf. Tausende kamen und beweinten bitterlich den Verlust ihres Königs, gleichwohl wissend, dass er sein Leben für alle geopfert hatte.

Die anderen Könige erfuhren von dem schrecklichen Orkheer und schmiedeten schon ihre Pläne, um das Reich des toten Königs trotz seiner noch blutjungen Witwe zu übernehmen, als jeder einzelne von ihnen denselben Traum hatte: Ein Engel erschien und forderte die Ehrerbietung, die sich gehört, wenn ein König stirbt. So brachen zeitgleich alle Könige nach Kalesch auf, um sich im höchsten Heiligtum zusammenzufinden.

Schweigend schritten sie an den toten König heran. Er schien, als wäre er gerade eben erst gestorben, voller Würde und mit strengem und zugleich gütigem Gesicht lag er den Königen zu Füßen. Königin Alana trat an seine Totenbahre und sah langsam mit traurigem Blick in die Runde. Da sank ein König nach dem anderen auf die Knie und schwor ihr auf alle Zeit die Treue. Es ist nie endgültig geklärt worden, was die Könige zu einem solchen Schritt veranlasste – sie selbst berichteten, dass sie beim Anblick des toten Königs von einer so gewaltigen Kraft im Herzen ergriffen wurden, dass sie aus tiefster Überzeugung diesen Schritt vollzogen. Gleichzeitig wurde Alana noch in derselben Nacht verkündet, dass sie einen Sohn gebären werde; Priester legten ihr nahe, sie solle ihn Samon nennen.

Die Königreiche wurden geeint, und Kalesch wurde die Hauptstadt des neuen Mittelreiches und entwickelte sich binnen weniger Jahrzehnte zur prächtigsten und größten Stadt auf ganz Ganthor. In den folgenden Jahren fassten die Anhänger des Ignatus in allen Regionen des jetzt zum ersten Mal geeinten Reiches wieder Fuß und verbreiteten sich schnell. Die Geburt Samons läutete den Anbeginn einer neuen Zeit ein, einer Zeit, die frei war von Angst vor Krieg und Intrigen. Schnell wurden die Grenzen befestigt und gesichert, auf dass kein weiterer Orkkrieg mehr bis in das Herz des Landes vordringen konnte. Zu Ehren des Lichtbringers Ignatus wurde in Kalesch eine gewaltige Kathedrale gebaut, in der Germadil feierlich beigesetzt wurde. Königin Alana erwies sich als geschickte Regentin, bis sie schließlich ihrem Kind Samon zu seinem 14. Geburtstag Krone und Zepter überreichte.

Soweit die Legende, wie sie jedem Kind im Mittelreich bekannt ist.

Nur einer Handvoll Personen aus den höchsten Weihegrade der Ignatus-Kirche sind heute noch die folgenden Fakten bekannt:

  • Bei den Orks, die auf Kalesch marschierten, handelte es sich nicht um ein Heer, sondern um halbverhungerte Stämme. Ein früher Wintereinbruch hatte ihnen den Weg in die Winterlager des Südwestens abgeschnitten, und im Norden waren sie von den Bronnen verjagt worden. Die Ignatus-Kirche witterte eine Gelegenheit, die "Jahre des Blutes" zu beenden, und konnte die Orks mit der Zusicherung von Nahrung, Schutz und Unterstützung dafür gewinnen, bis kurz vor Kalesch zu ziehen und eine Belagerung vorzutäuschen.
  • Unter Hinweis auf das nahende Ork-Heer konnte die Ignatus-Kirche endlich Geheimverhandlungen zwischen den Königen einleiten. Nur der noch verhältnismäßig gut dastehende König Germadil verweigerte die Teilnahme und kämpfte unerbittlich weiter.
  • Ohne sein Wissen nahm Königin Alana an den Treffen teil. Dort verliebte sie sich in einen der anderen Könige (welchen genau, ist nicht bekannt), und Samon wurde gezeugt.
  • Im Laufe der Verhandlungen einigten sich die Könige auf eine Friedensordnung nach der Abwehr der Orks.
  • Als Germadil schließlich doch die Ordensburg aufsuchte, wurde er sofort eingelassen und mit den Ergebnissen der Geheimverhandlungen konfrontiert. Nach mehreren Tagen verließ Germadil wütend die Burg mit dem Entschluss, die anderen Könige durch Tapferkeit zu überzeugen und so die Ignatus-Kirche auszubooten.
  • Bei Germadils Ausfall kam es nie zu einer Schlacht: Die Orks hatten nur Scheinstellungen angelegt und waren längst wieder abgezogen. Statt dessen wurde Germadil von Ordensrittern erwartet und hingerichtet.

1000 Jahre – Ein Zeitproblem

Seit dem Einschlag des Meteoriten vor ca. 5000 Jahren hatten sich die Menschen der Mittellande von Nomaden zu sesshaften Bauern und Handwerkern entwickelt. Mit der Zeit entstanden aus Dörfern Städte und aus Stämmen Königreiche. Dieser Prozess nahm ungefähr 4000 Jahre in Anspruch. In diesen vier Jahrtausenden entstanden auch die Zivilisationen der Elfen, Zwerge und Orks, genau wie die der anderen Menschenvölker. Erst in den letzten 2000 Jahren waren die entstandenen oder wiederhergestellten Zivilisationen der Rassen Ganthors in der Lage oder gewillt, Kontakte zu anderen Völkern herzustellen (mit Ausnahme der Halblinge, die sehr schnell Kontakt zu den Menschen in ihrer Nähe aufnahmen). All dies wurde von den Geschichtsschreibern der Völker vermerkt und belegt.

Die Zeitrechnung der Mittellande beginnt mit der Kaiserkrönung Samons I. an seinem 14. Geburtstag. In den vorangegangenen "Jahren des Blutes" bis zum Tod Germadils und der Regentschaft seiner Frau und Samons Mutter Alana standen die Mittellande mehr als einmal an der Grenze zur Barbarei, und zahlreiche Bibliotheken, Archive und Aufzeichnungen gingen verloren. Damit verlor das Mittelreich auch seine gesamte Geschichtsschreibung, die Zeit vor den "Jahren des Blutes" wurde schnell vergessen. Als wieder neue Bibliotheken und Archive errichtet waren und die Geschichtsschreiber und Archivare der Mittellande ihre Arbeit wieder aufnehmen konnten, war jedoch ein Großteil des Wissens unwiederbringlich verloren. Lediglich die Vergangenheit der letzten Jahrhunderte konnte aufbereitet werden. Bei späteren Geschichtsschreibern bildete sich aufgrund der fehlenden Geschichtsschreibung die in der Gegenwart gefestigte Meinung, der Meteor sei erst vor ca. 1000 Jahren auf Ganthor eingeschlagen, das Kaiserreich sei also bereits 300 Jahre danach entstanden. Diese Meinung wurde im Jahre 577 vom Orden des Ignatus als Dogma postuliert, und widersprüchliche Behauptungen stehen unter schwerer Strafe. Die Völker der Zwerge, der Halblinge und der Elfen hingegen kennen aufgrund ihrer längeren Lebensdauer und ihrer genaueren Geschichtsschreibung das exakte Datum des Meteoriteneinschlags. Gerade die Zwerge und die Halblinge können Kontakte zu Königen aus den Mittellanden vor 2000 (Zwerge) bzw. über 4000 Jahren (Halblinge) detailliert belegen. Da dies von den Kulten der Mittelländer jedoch nicht gerne gehört wird, verzichten Zwerge und Halblinge um der Handelsbeziehungen willen darauf, auf diesen Irrtum hinzuweisen. Auch die lange Zeit von den anderen Menschen isolierten Stadtstaaten der Südländer besitzen eine mit Lücken behaftete, jedoch weitaus vollständigere Geschichtsschreibung der letzten 2500 Jahre. Doch da die Südländer vom mittelländischen Ignatus-Kult als Ketzer betrachtet werden, schenkt niemand den Behauptungen südländischer Gelehrter Glauben.