Zum Inhalt springen

Pretin: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Meister der Magie Wiki
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
(7 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 2: Zeile 2:
[[Kategorie:Mittelreich]]
[[Kategorie:Mittelreich]]
[[Kategorie:Menschen]]
[[Kategorie:Menschen]]
[[Kategorie:Siedlung]]
[[Kategorie:Siedlungen]]
{{Daten und Fakten Siedlung|
|Lage=[[Fürstentümer]]
|Einwohnerzahl=1200
|Regierung=[[#Herrschaft|Rat der Fünf,<br>Ritterliche Verwaltung des "Erbes Ehorns"]]
|Stadteinteilung=Burg/Zentrum, Außenbezirke
|Gilden und Schulen=
}}
Die alte Wehrstadt Pretin ist im ganzen [[:Kategorie:Mittelreich|Mittelreich]] als die "Stadt der 1000 Banner" bekannt und geschätzt.


Wer sich dabei die Stadt selbst als ein Heer von Dächern und Türmen vorstellt, irrt. Der Name rührt von einem prunkvollen Fest von gigantischen Ausmaßen her. Gemeint ist das [[Das Große Turnier|Große Turnier]] zu Pretin, das jedes Jahr einen Monat nach dem Sommerfest ausgerichtet wird. Die Stadt steht zu dieser Zeit in einem Meer von bunten Zelten, die jedes Jahr höher, größer und prachtvoller errichtet werden. Die Banner der einzelnen Fürsten, Ritter und fahrenden Leute haben den Begriff der 1000 Banner geprägt.
[[Datei:Pretin_Stadtansicht.png|mini|hochkant=1.6|Pretin während des Großen Turniers. Rund um die alte Wehrstadt erstreckt sich das Zeltlager der Ritter, Händler und fahrenden Leute.]]


==Stadtplan==
'''Pretin''' ist eine alte Wehrstadt in der [[Malenei]] und im gesamten [[Mittelreich]] als die '''Stadt der 1000 Banner''' bekannt. Der Beiname bezieht sich nicht auf die Größe der Stadt, sondern auf das alljährliche [[#Das Große Turnier|Große Turnier]], zu dem Ritter, Gaukler und Händler aus weiten Teilen [[Ganthor]]s ihre Zelte und Banner vor den Mauern aufschlagen.
Die Burg "Ehorns Thron" wurde schon im Jahre 87 nach Samon mit Bedacht auf einer kleinen Anhöhe über einer Quelle erbaut. Nach allen Seiten hin erblickt selbst das schärfste Auge nichts weiter als sanftes Hügelland, das sich nach Norden hin in die weite Ebene im Herzen [[Cor]]s erstreckt. Lediglich bei klarem Wetter sind die ersten Ausläufer des [[Harratmassiv|Harratgebirges]] am südlichen Horizont zu erblicken. Genau dieser Umstand war von vorne herein Ausschlag gebend für den Standort dieser Burg - jede angreifende Armee, sei sie noch so vorsichtig, würde Tage, wenn nicht gar Wochen vor ihrem Erreichen der Burg entdeckt werden. Die schwere Reiterei, seit jeher die Hauptwaffe der Ritter Pretins, würde in dieser Umgebung alles niedermachen, was eine Gefahr für die Burg darstellen würde.  


Aufgrund dieser Lage hat es tatsächlich in der mittlerweile über 500-jährigen Geschichte Pretins noch keine Armee gewagt, gegen die Burg zu Felde zu ziehen.
Den Kern Pretins bildet die Burg '''Ehorns Thron''', die im Jahr 87 nach Samon auf einer niedrigen Anhöhe über einer Quelle errichtet wurde. Aus der befestigten Ruhestätte des Ritters [[Ehorn Weißfels]] entstand im Laufe der Jahrhunderte eine Stadt mit etwa 7.500 freien Bürgern und Rittern. Regiert wird sie vom [[#Der Rat der Fünf|Rat der Fünf]], dessen Mitglieder sich als Bewahrer von Ehorns geistigem Erbe verstehen.


Die eigentliche Burg wurde in den Jahren des Friedens Anziehungspunkt für viele arme und verstoßene Bauern, vor allem aus [[Barden]] und [[Garringen]]; auch Leibeigene der Großbauern aus [[Schleebruch]] waren darunter. Die Burg wuchs zu einer kleineren Stadt heran und erweiterte schließlich ihre Burgmauern zu Stadtmauern. Felder wurden rings um die neu entstandene Stadt bestellt, und Holz und Stein mit langen Transportzügen aus dem Harratgebirge herbeigeschafft. Die früheren Burgmauern wurden an sieben Stellen durch Tore durchbrochen, und der Burginnenhof wandelte sich mit der Zeit zu einem Stadtzentrum, so dass seither jedes größere Geschäft, jeder Vertrag und jeglicher Zwist vor den Augen der Herren der Burg abgewickelt werden musste.
Pretin ist für seine schwere Reiterei, seine Pferdezucht und seine ausgezeichneten Waffen- und Rüstungsschmiede berühmt. Der Rat besitzt innerhalb der Malenei so viel militärische und religiöse Autorität, dass selbst der Fürst des Landes seine Entscheidungen nur begrenzt beeinflussen kann.


===Das Zentrum===
== Lage und Entwicklung ==
Das Zentrum der Stadt wird durch die hohen Mauern der alten Burg umschlossen. Dank der zahlreichen Tore und des recht weitläufigen Innenhofs wirkt dies jedoch keinesfalls bedrohlich oder düster, sondern das bunte Treiben auf den Straßen wird durch Banner, Wimpel und Bemalungen an bzw. zwischen den Steinwänden aufgenommen und sogar verstärkt. Die gesamte Stadt scheint zu pulsieren, wobei das "Herz" dieser Stadt sicherlich der zentrale Brunnen und das daneben liegende Hauptgebäude des "[[#Herrschaftssystem|Rates der Fünf]]" ist. Große Ställe und Pferde sucht man hier im Zentrum vergebens; lediglich die edlen Streitrösser der Fünf und deren Leibwache stehen in einem abgelegenen Teil des Burginnenhofs. Alle anderen Stallungen befinden sich am äußersten Rand der Stadt oder sogar noch weiter außerhalb auf einem eigens eingerichteten Hof in den Ebenen.


Direkt neben dem Hauptgebäude wurde eine reich geschmückte Kirche des [[Kulte des Mittelreichs#Ignatus|Ignatus]] errichtet, unter der der Sage nach eine weit verzweigte Krypta aus dem felsigen Untergrund gehauen wurde, die die Gebeine des Ehorn und aller folgenden Ratsritter aufbewahren soll.
Pretin liegt in sanftem Hügelland, das sich nach Norden hin in die weiten Ebenen [[Cor]]s öffnet. Nur bei klarem Wetter sind am Horizont die ersten Ausläufer des [[Harratmassiv|Harratgebirges]] zu erkennen. Die freie Sicht war ausschlaggebend für den Bau Ehorns Throns: Eine größere Streitmacht könnte sich der Stadt kaum unbemerkt nähern, während die schwere Reiterei auf den offenen Flächen ihre größte Wirkung entfaltet.
Der Rat der Fünf beschloss vor nicht ganz 100 Jahren, dass der Großteil der Burg verkauft und so die Räume der Burg bestmöglich ausgenutzt werden sollten. Neben herrschaftlichen Wohnungen an der Innenseite der Burgmauern gibt es auch zwei besondere Läden in Pretin, die alleine schon eine Reise wert sind:
====Krämer "Turmspitz"====
Der Laden "Turmspitz" befindet sich, wie der Name schon andeutet, in einem der drei großen Burgtürme. Vom Keller bis zum Giebel wurde er von dem [[:Kategorie:Halblinge|Halbling]] [[Samlusch Frostein]] gekauft. Samlusch Frostein ist schon über 100 Jahre alt und ein gnadenloser Händler. Es wird gesagt, dass er vor allem Tauschgeschäfte liebt, die er meisterlich zu seinem Vorteil ausnutzen kann. Alle Ebenen des Turms sind mit Tausenden alten, verstaubten Gegenständen angefüllt - jeder von ihnen mit seiner eigenen interessanten Geschichte. Leider zeigten sich bei dem Händler in den letzten Jahren immer stärkere Auswirkungen des Alters, und er verkaufte unter anderem wertvolle Manuskripte, alte Schatzkarten und seltene [[:Kategorie:Elfen|elfische]] und [[:Kategorie:Zwerge|zwergische]] Gegenständen weit unter Wert. Im Nachhinein ärgerte er sich so sehr darüber, dass er dabei fast den Tod fand. Zur Zeit erleben ihn die Bürger von Pretin als einen verbitterten und immer noch über sich selbst verärgerten kleinen Giftzwerg, der noch dazu edlen [[Feentränen]] und dem scheußlichen [[Steinlausschnaps]] nicht abgetan ist.  


''Übrigens: Wer immer auf die Idee kommt, ihn mit Samlusch "Frosch-Stein" anzureden, der sollte schleunigst die Beine in die Hand nehmen und rennen!''
In der mehr als fünfhundertjährigen Geschichte der Stadt hat deshalb noch keine Armee einen Angriff auf Ehorns Thron gewagt. Ob allein die günstige Lage oder auch der Ruf der Pretiner Ritter dafür verantwortlich ist, lässt sich kaum trennen.


====Alchemist "Heptalon"====
In langen Friedenszeiten suchten verarmte und vertriebene Bauern aus [[Barden]] und [[Urtha]] Schutz an der Burg. Unter ihnen befanden sich auch ehemalige Leibeigene aus [[Schleebruch]]. Rund um die Befestigung entstanden Häuser, Werkstätten und bestellte Felder. Holz und Stein mussten in langen Transportzügen aus dem Harratgebirge herbeigeschafft werden.
[[Furgarion Heptalon]], Meisterheiler und Spezialist im Behandeln von Krankheiten, Giften und Knochenbrüchen.


An seinen Namen ist dieser Mann von knapp fünfzig Jahren sicherlich nachträglich gekommen, seine Fähigkeiten im Umgang mit Tinkturen, Salben und Verbänden sind jedoch weit über die Stadtgrenzen Pretins hinaus berühmt.
Als die Siedlung wuchs, wurden die äußeren Befestigungen zu Stadtmauern ausgebaut. Die Mauern der alten Burg durchbrach man an sieben Stellen mit Toren, sodass der einstige Burghof zum öffentlich zugänglichen Zentrum der Stadt werden konnte.


Er lebt direkt über dem alten – damals einzigen – Nordtor und besitzt neben privaten Räumen gleich drei Behandlungszimmer, einen Ruheraum und ein gut sortiertes Labor. Mit der Unterstützung zweier Gehilfen versorgt er sämtliche Leiden und Gebrechen der gesamten Stadt und findet sogar noch etwas Zeit, sich seinen eigenen Studien über die Erfindung von neuen besseren Heiltinkturen und Salben Gedanken zu machen.
== Stadtbild ==


Er wird selbst unter Kollegen – meist Konkurrenten – auch deshalb so hoch geschätzt, weil er schon fast selbstlos alle seine Erkenntnisse teilt und andere davon profitieren lässt. So gestattet er es beispielsweise gegen einen kleinen Obolus, sein Labor zu verwenden, einige Rezepte in seinen eigens angefertigten Büchern nachzuschlagen oder ihn jederzeit – unter Kollegen kostenlos – um Rat zu fragen.
Pretin besteht aus dem befestigten alten Zentrum und den jüngeren Stadtvierteln, die sich ringsum ausbreiten. Jenseits der Mauern liegen Felder, Kornspeicher, Pferdekoppeln und große Stallhöfe. Dort werden die zahlreichen Reit- und Zugtiere versorgt, die im engen Stadtkern kaum Platz fänden.


Die Behandlung einer Krankheit nimmt Furgarion Heptalon sehr ernst; stets ordnet er strikt Ort, Lage, Raumluft und Nahrung an, mischt speziell für jeden Patienten seine Arznei und fordert die Einhaltung sämtlicher aufgestellter Regeln von seinen Patienten gnadenlos ein.
Die Stadt wirkt außerhalb der Turnierzeit überschaubar und geordnet. Während des Großen Turniers verändert sie sich dagegen vollständig. Dann reichen Zeltplätze, provisorische Märkte, Küchen, Schmieden und Pferche weit in die umliegenden Felder. Die Versorgung der vielen Gäste verlangt nach sorgfältiger Planung; Wege, Brunnen und Weideflächen werden bereits Wochen vor Beginn des Festes eingeteilt.


''Es sei hier gesagt, dass dies in den allermeisten Fällen auch tatsächlich der schnellste und effektivste Weg der Besserung ist.''
=== Ehorns Thron und das Zentrum ===


Gerüchten zufolge ist er auch der Leibarzt der Ratsherren von Pretin und besitzt sogar noch einen alten Geheimgang durch die Nordmauer direkt in die Ratshalle der eigentlichen Burg. Von lebensverlängernden Maßnahmen, Hexenwerk und dem Einsatz von [[Magie]] will Heptalon übrigens nichts wissen; er verabscheut den unnatürlichen Weg der Wund- und Krankheitsheilung und stellt letztlich die tatsächliche Genesung des Geistes nach einer solchen "unnatürlichen Heilung der Beschädigung des Körpers" in Frage.
Das Zentrum liegt innerhalb der hohen Mauern der alten Burg. Seine sieben Tore und der weitläufige Innenhof verhindern, dass der Bezirk trotz der schweren Steinmauern düster wirkt. Banner, Wimpel und farbige Bemalungen prägen die Fassaden und nehmen das geschäftige Treiben der Straßen auf.


==Herrschaftssystem==
Das Herz der Stadt bilden der zentrale Brunnen und das Hauptgebäude des Rates der Fünf. Große Stallungen gibt es hier nicht. Lediglich die Streitrösser der fünf Ratsritter und ihrer Leibwachen werden in einem abgelegenen Teil des Burghofs untergebracht; die übrigen Pferde stehen an den Stadträndern oder auf einem eigens eingerichteten Hof in der Ebene.
Die Burg "Ehorns Thron" ist streng genommen eine befestigte letzte Ruhestätte des ersten Ritters aus dem Orden des [[Ignatus]]. [[Ehorn Weißfels]] war es, der den Priestern zeitlebens die Treue schwor. Er versammelte binnen weniger Jahre eine ganze Schar gutmütiger Ritter um sich, die sich mit ihm für den Orden des Ignatus einsetzten. Er zog als fahrender Ritter mit seinen Mannen durch die Lande und focht gegen zahllose wilde Ungeheuer und plündernde Horden. Damit weckte er beim einfachen Volk derart viel Zuversicht und Freude, dass ohne Übertreibung gesagt werden kann, dass Ehorn Weißfels den Glauben an Ignatus und die damit verknüpfte heilige Kirche in ganz [[Cor]] wie ein heilender Flächenbrand verbreitete. Der Orden dankte es den Rittern durch hohe finanzielle Zuwendungen und Schenkungen ganzer Landstriche.


Auf seinem Sterbebett ernannte Ehorn Weißfels fünf der tapfersten Ritter seines Gefolges als seine "Söhne im Geiste" und teilte jenen Fünfen unter Ausschluss der anderen Ritter die Vision eines glücklichen, goldenen Landes mit. Die Fünf schworen Ehorn auf ewig die Treue und verbanden diesen Schwur mit einzigartigen Siegelringen, die von Ritter zu Ritter weitergegeben werden sollten, um an dieser Vision weiterzuarbeiten.
Neben dem Ratsgebäude erhebt sich eine reich geschmückte Kirche des [[Ignatus]]. Der Überlieferung zufolge liegt darunter eine weit verzweigte, aus dem Fels geschlagene Krypta. In ihr sollen Ehorn Weißfels und alle späteren Ratsritter bestattet worden sein.


===Der Rat der Fünf===
Vor knapp hundert Jahren beschloss der Rat, große Teile der Burg zu verkaufen und die Räume besser zu nutzen. Seither befinden sich an der Innenseite der Mauern herrschaftliche Wohnungen, Werkstätten und Geschäfte. Zwei davon sind weit über Pretin hinaus bekannt.
Eben dieser kleine Zirkel tapferer Männer regiert noch heute. Es ist bislang noch nie ein Gerücht über Verrat, Missgunst oder Intrige laut geworden, und es scheint, als sei der "gute Geist Ehorns" und seine Vision eines guten, goldenen Landes zum Greifen nahe.


Die Ritter beraten über wichtige Belange stets gemeinsam, ernennen vertrauensvolle Verwalter und öffnen selbst einfachen Leuten Tür und Tor, hören deren Leid und Kummer an und versuchen stets zu vermitteln. Selbstverständlich ranken sich um Ehorns Ringe die sagenhaftesten Geschichten, die jedoch eher in den Kneipen und auf den Festen Gehör finden, als dass ihnen jemand ernsthaft nachgehen würde. Dennoch sollen hier einige der Gerüchte genannt werden, um die Fantasie der einfachen Leute zutage zu bringen:
==== Krämer „Turmspitz“ ====
*Jeder der fünf Ringe beherbergt jeweils ein Stück der Seele Ehorns. Kommen alle fünf Träger zusammen, erscheint der Geist, und so befiehlt er noch heute, wie die Fünf zu entscheiden haben.
*Die Ritter sind längst keine Menschen mehr, sondern [[Engel]], die dank der Ringe Menschengestalt annehmen können.
*Die Ringe zwingen jeden Betrachter, die reine Wahrheit auszusprechen. Der Träger ist vor jeder Art von Täuschung gefeit.


==Das Große Turnier==
Der Krämerladen '''Turmspitz''' nimmt einen der drei großen Burgtürme vom Keller bis zum Giebel ein. Eigentümer ist der mehr als hundert Jahre alte Halbling [[Samlusch Frostein]], ein ausgesprochen harter Händler, der Tauschgeschäfte liebt und fast immer zu seinem eigenen Vorteil abschließt.
Neben allen anderen Turnieren, die im gesamten [[:Kategorie:Mittelreich|Mittelreich]] regelmäßig ausgetragen werden, sei es nun in [[Kalesch]], [[Adar]] oder [[Barden]], gehört das Große Turnier in Pretin zu den herausragendsten kämpferischen Wettstreiten der [[:Kategorie:Menschen|Menschen]] auf [[Ganthor]]. Während sich Kalesch eher auf den Prunk und Protz ganzer Heerlager bzw. auf herausragende, bühnenreife Spektakel mit Massenschlachten spezialisiert hat, kämpft in Pretin jeder Ritter alleine für sich.


Die Recken müssen sich sowohl im Kampf auf Reittieren (Pferd, [[Reitechse]], selten auch [[Greif]] oder [[Pegasus]]) als auch im Kampf zu Fuß bewähren. Sie müssen Geschicklichkeit, Mut und den Willen zeigen, sich gegen andere durchzusetzen. Nicht selten enden daher Kämpfe in Pretin mit der völligen Erschöpfung bis hin zu gelegentlichen Todesfällen – in Kalesch nahezu undenkbar. Die Zahl der Bewerber steigt von Jahr zu Jahr derart an, dass Vorentscheidungen in Form von Massenschlachten mit stumpfen Waffen durchgeführt werden müssen, um danach das eigentliche Turnier zu beginnen.
Alle Stockwerke sind mit Tausenden alten und verstaubten Gegenständen gefüllt. Viele besitzen eine bemerkenswerte Geschichte, doch kennt nicht einmal Samlusch zu jedem Stück Herkunft und Wert. In den vergangenen Jahren verkaufte er wertvolle Manuskripte, Schatzkarten sowie seltene elfische und zwergische Gegenstände weit unter Preis. Seine Wut darüber hat ihn verbittert und noch misstrauischer gemacht.


Der außerordentlich gute Ruf dieses Turniers hat auch dazu beigetragen, dass die Region weit über die Grenzen des Fürstentums hinaus bekannt wurde und zu dieser Zeit Hunderte von Schauspielern, Gauklerzügen und fahrenden Händlern anlockt, die die überschaubare Stadt um gut das Zehnfache anwachsen lassen. Hinzu kommt pro Ritter ein Gefolge von im Schnitt gut einem Dutzend Männern und Frauen, so dass es scheint, Pretin würde sich jedes Jahr auf einen gewaltigen Krieg vorbereiten.
Samlusch ist edlen [[Feentränen]] und dem berüchtigten Steinlausschnaps nicht abgeneigt. Wer ihn „Frosch-Stein“ nennt, sollte den Turm besser schnell verlassen.


==Die Ritter Pretins==
==== Alchemist „Heptalon“ ====
Jeder wohlhabende Bürger Pretins hat die Möglichkeit, seine Söhne oder auch Töchter einem Ritter Pretins zur Ausbildung zu überstellen. Die Ausbildungszeit ist lange und entbehrungsreich. Mitunter sehen die Kinder ihre Familie für mehrere Jahre nicht mehr. Inhalte der Ausbildung sind neben dem Kampf, der Reitkunst und ritterlicher Sitte auch die Glaubensinhalte der heiligen Kirche des [[Kulte des Mittelreichs#Ignatus|Ignatus]], "Dämonenkunde" (insbesondere Kreaturen der [[Todesmagie]]), das Rechtswesen des [[:Kategorie:Mittelreich|Mittelreichs]] sowie Sagen und Legenden über die Entstehung der Welt. Die Vermittlung von Grundkenntnissen in Lesen, Schreiben und Rechnen versteht sich bei dem allgemein recht guten Bildungsstand des Bürgertums im gesamten Reich fast von selbst.


Der beauftragte Ritter steht mit seinem Namen und seinem Ruf für seinen Zögling ein und lehrt ihn nach bestem Wissen und Gewissen. Mit der Erlaubnis zur der Teilnahme am [[#Das Große Turnier|Großen Turnier]] und der anschließenden Bekanntgabe von Erfolg oder Misserfolg wird der Zögling aus den Diensten des Ritters entlassen und bekommt von ihm als Abschluss meist Schwert, Schild und Waffenrock samt ritterlichem Wappen. Nicht selten erwählen auch Fürsten aus den anderen [[Fürstentümer]]n bei diesem Turnier ihre künftigen Gefolgsleute, so dass das Turnier einen durchaus sehr ernst zu nehmenden Hintergrund für die Zukunft des jungen Ritters bedeuten kann. Ein erfahrener Lehrmeister würde seinen Schüler daher niemals allzu früh in das Turnier schicken, da alleine schon die hohen Preisgelder auch alte Hasen anlocken, die schnell die jungen Träume des Schützlings jäh beenden könnten.
[[Furgarion Heptalon]] ist Meisterheiler und weit über die Stadt hinaus für die Behandlung von Krankheiten, Vergiftungen und Knochenbrüchen bekannt. Er lebt über dem alten Nordtor und unterhält dort drei Behandlungszimmer, einen Ruheraum und ein gut ausgestattetes Labor. Zwei Gehilfen unterstützen ihn bei der Versorgung seiner Patienten.


''Es heißt, dass der Rat der Fünf jedes Jahr einige junge Ritter in Augenschein nimmt und deren weiteren Lebensweg genau verfolgt. Ob diese tatsächlich in späteren Jahren Anwärter auf eben diese Posten werden, konnte noch nie lückenlos verfolgt werden und bleibt daher ungewiss.''
Heptalon teilt seine Erkenntnisse bereitwillig mit anderen Heilkundigen. Gegen einen kleinen Obolus dürfen sie sein Labor verwenden und seine Rezeptbücher einsehen; Kollegen berät er gewöhnlich kostenlos. Bei einer Behandlung bestimmt er jedoch Raum, Nahrung und Tagesablauf seiner Patienten mit unerbittlicher Genauigkeit.


===Truppenstärke Pretins===
Gerüchten zufolge ist Heptalon der Leibarzt der fünf Ratsritter und kennt einen alten Geheimgang vom Nordtor zur Ratshalle. Magische Heilung lehnt er grundsätzlich ab. Nach seiner Ansicht kann die augenblickliche Wiederherstellung des Körpers die Genesung des Geistes verhindern.
Die Stadt Pretin mag mit ihren sauber bestellten Äckern, den ausladenden Kornkammern und der ausgedehnten Stadt wenig wehrhaft erscheinen, doch der Schein trügt.  


Pretin hält nicht weniger als 2500 schwer gepanzerte Ritter unter Waffen; bezieht man ihr Gefolge und weitere Unterstützungstruppen mit ein, kommt man leicht auf eine Zahl von über 12000 Männern und Frauen. Selbstverständlich halten sich nicht alle Ritter ständig in und um Pretin auf, jedoch können durch ein ausgeklügeltes System von Boten und Brieftauben binnen weniger Tage gut drei Hundertschaften Ritter zusammengezogen werden, die vor den Feldern Pretins jeden Gegner schon durch ihre bloße Präsenz in die Flucht schlagen können. Mit jedem weiteren Tag kann diese Einheit noch um mehrere Dutzend Ritter verstärkt werden.
== Herrschaft und Glaube ==


Tatsächlich ist es kaum vorstellbar, dass eine Armee der geordneten Reihe von heranstürmenden Reitern standhalten kann. Ihre schweren Lanzen durchbrechen selbst eisenbeschlagene Schilde, und auf behelfsmäßige Stangen und Pflöcke der Verteidiger können die Reiter Pretins mit ihrer gut eingespielten Schlachtordnung derart flexibel reagieren, dass sie auf ein schlichtes Hornsignal geschlossen die Angriffsrichtung ändern und so den Gegner z. B. von der Flanke her nehmen. Kaum eine Armee schafft es, ihre Verteidigung so schnell neu zu formieren, so dass die Schwere Reiterei ein leichtes Spiel hat.
=== Ehorns Erbe ===


==Handel==
Ehorns Thron war ursprünglich die befestigte letzte Ruhestätte von [[Ehorn Weißfels]], einem frühen Ritter im Dienst des Ignatus-Ordens. Ehorn zog mit seinem Gefolge durch die Lande, bekämpfte Ungeheuer und Plünderer und gewann damit das Vertrauen der Bevölkerung. Sein Wirken trug erheblich dazu bei, den Glauben an Ignatus in Cor zu verbreiten. Der Orden unterstützte ihn mit Geld und Schenkungen ganzer Landstriche.
Die Rassenbezeichnung "[[Pretiner Hengst]]" gilt im gesamten [[:Kategorie:Mittelreich|Mittelreich]] als Synonym für ein sehr schnelles Pferd. Diese edlen Tiere werden tatsächlich von vielen Botendiensten wie etwa den "[[Die Blauen Reiter|Blauen Reitern]]", den "[[Pfeilbote]]n" oder den "[[Boten des Sturmfalken]]" eingesetzt. Ebenso züchten die Ritter schwere Streitrösser, die stark genug sind, zusätzlich zu ihrem schwer gepanzerten Reiter samt Schild, Lanze und weiteren Waffen auch selbst noch eine schwere Panzerung zu tragen.  


Des Weiteren hat auch die Herstellung sämtlicher Waffen- und Rüstungstypen, die ein Ritter in der Schlacht gebraucht, in Pretin eine lange Tradition. Die Schwerter, Äxte und Streitkolben, die Rüstungen für Reiter und Reittier sowie die Schilde aus Pretins Meisterwerkstätten sind von exzellenter Qualität, wenn auch nur zu hohen Preisen zu erhalten.  
Auf dem Sterbebett ernannte Ehorn fünf seiner tapfersten Gefährten zu seinen „Söhnen im Geiste“. Er vertraute ihnen die Vision eines glücklichen, goldenen Landes an. Die fünf Ritter schworen, diese Vision fortzuführen, und verbanden ihr Amt mit fünf einzigartigen Siegelringen. Seither werden die Ringe von Ratsritter zu Ratsritter weitergegeben.


Zuletzt ist Pretin auch für sein herrliches Bier berühmt, das nicht nur zu Zeiten des [[#Das Große Turnier|Großen Turniers]] reißenden Absatz findet. Das Bier ist sehr leicht – weshalb es bei Zwergen überhaupt keinen Anklang findet – und wird anstelle von Wasser bei nahezu jeder Mahlzeit getrunken.
=== Der Rat der Fünf ===


==Politische Beziehungen==
Der Rat der Fünf regiert Pretin gemeinschaftlich. Die Ratsritter beraten über wichtige Angelegenheiten, ernennen Verwalter und halten regelmäßig Audienzen ab, bei denen auch einfache Bürger ihre Anliegen vorbringen können. In der öffentlichen Überlieferung gelten sie als ungewöhnlich einig; offene Berichte über Verrat oder Missgunst innerhalb des Rates sind nicht bekannt.
===Beziehungen zum Baron===
Der Rat unterstützt den Baron der [[Malenei]] in allen Belangen, die von der Kirche des [[Kulte des Mittelreichs#Ignatus|Ignatus]] abgesegnet wurden. Tatsächlich ist der Baron angehalten, in Angelegenheiten, die Pretin betreffen, schlicht den Willen des Ignatus-Ordens zu berücksichtigen oder lieber gleich seinen Mund zu halten.  


Die Ritter Pretins sind schon alleine aufgrund ihrer Truppenstärke und auch aufgrund ihrer weitestgehend autarken Lebensweise durchaus in der Lage, diese Position gegenüber dem Baron zu vertreten.
Ob diese Eintracht allein auf Tradition und sorgfältiger Auswahl beruht, ist Gegenstand vieler Geschichten. Über die fünf Siegelringe heißt es unter anderem:


===Beziehungen zum Kaiser===
* Jeder Ring berge einen Teil von Ehorns Seele. Sobald die fünf Träger zusammenkommen, erscheine sein Geist und leite ihre Entscheidung.
Kaiser [[Illiasan]] hat sich von vornherein für die heilige Kirche des [[Kulte des Mittelreichs#Ignatus|Ignatus]] ausgesprochen und alle geltenden Verträge unter seiner Herrschaft vorbehaltlos fortgeführt. Daher stehen auch die Ritter Pretins nach wie vor hinter ihrem Kaiser, trotz der Tatsache, dass mit dem [[:Kategorie:Elfen|elfischen]] Blut in den Adern des Kaisers die rein [[:Kategorie:Menschen|menschliche]] Blutlinie des Kaiserreiches durchbrochen wurde. Aus diesem Grunde wird in der Stadt und vielleicht auch innerhalb des Rates der Fünf derzeit heftig diskutiert, ob man auch vor Ort die alte Blutlinie (nur Menschen können bislang Ritter Pretins werden) beibehalten sollte oder nicht.
* Die Ratsritter seien keine Menschen mehr, sondern [[Engel]], denen die Ringe menschliche Gestalt verleihen.
* Die Ringe zwängen jeden, der sich den Ratsrittern gegenüber verantworten muss, zur Wahrheit.


===Beziehungen zu anderen Fürstentümern===
Diese Erzählungen werden in Schenken und auf Festen gern wiederholt. Der Rat selbst äußert sich nicht dazu.
====[[Barden]]====
 
Das kriegerische Fürstentum Barden ist Pretin schon seit langem ein Dorn im Auge. Die Krieger des Landes sind brutal, ihr Fürst kriegstreiberisch und die Bewohner in und um die Festung [[Arwingstein]] in Sachen Ehre, Mut und Frömmigkeit nicht besser als der durch Unrat verseuchte Burggraben, an dem sie hausen.
Der Ignatus-Kult besitzt großen Einfluss auf die Stadt. Der Rat unterstützt den Fürsten der Malenei vor allem in Angelegenheiten, die mit den Lehren und Interessen der Kirche vereinbar sind. Umgekehrt kann der Fürst Entscheidungen Pretins gegen den Willen des Ordens kaum durchsetzen.
====[[Kaer]]====
 
Der Rat sieht mit Wohlwollen, dass sich auch ein anderes Fürstentumer klar zur Kirche des Ignatus und deren Lebensregeln für einen Ritter bekennt. Ein Bündnis stützt sie untereinander und schafft für [[Barden]] eine Zweifronten-Situation, in der es gezwungen ist, keinen der beiden Bündnispartner anzugehen.
== Das Große Turnier ==
====[[Garringen]]====
 
Es existiert ein relativ loses Handelsabkommen, das in der Hauptsache den Tausch von Getreide, Fleisch und Bier gegen Eisenerzeugnisse, Erze und Befugnisse zum Roden des Nordhanges des [[Harratmassiv|Harratgebirges]] einschließt. Dabei ist Garringen klar, dass Pretin diese Waren auch leicht aus dem [[:Kategorie:Mittelreich|Mittelreich]] beziehen könnte, und Pretin seinerseits ist klar, dass es sich mit Garringen möglichst gut stellen sollte, da ein jüngst bekannt gewordenes Bündnis zwischen Garringen und [[Barden]] leicht zu diplomatischen Schwierigkeiten führen könnte.
Das Große Turnier findet jedes Jahr einen Monat nach dem Sommerfest statt. Es gehört neben den Wettkämpfen von [[Kalesch]], [[Adar]] und Barden zu den bedeutendsten Turnieren der Menschen. Anders als bei den prunkvollen Schauspielen in Kalesch tritt in Pretin jeder Ritter im Wesentlichen für sich selbst an.
 
Die Teilnehmer müssen sich sowohl im Kampf zu Fuß als auch auf einem Reittier bewähren. Neben Pferden werden Reitechsen und in seltenen Fällen sogar Greifen oder Pegasi zugelassen. Gefordert werden Kampfkunst, Reitkunst, Geschicklichkeit und Ausdauer. Trotz stumpfer Übungswaffen enden einzelne Begegnungen mit schweren Verletzungen oder Todesfällen.
 
Da die Zahl der Bewerber beständig steigt, werden Vorentscheidungen in großen Scheingefechten ausgetragen. Erst wer diese übersteht, darf am eigentlichen Turnier teilnehmen.
 
Während des Festes wächst Pretin zeitweise auf ein Vielfaches seiner gewöhnlichen Größe an. Zu den Rittern kommen ihre Gefolge, Schauspieler, Gaukler, Handwerker und fahrende Händler. Das Zeltmeer und seine zahllosen Feldzeichen gaben Pretin den Beinamen Stadt der 1000 Banner.
 
== Die Ritter Pretins ==
 
Wohlhabende Bürger können ihre Söhne und Töchter einem Pretiner Ritter zur Ausbildung anvertrauen. Die Lehrzeit ist lang und entbehrungsreich; manche Zöglinge sehen ihre Familien mehrere Jahre nicht.
 
Neben Kampf, Reitkunst und ritterlicher Sitte umfasst die Ausbildung die Glaubenslehre des Ignatus, die Kunde von Dämonen und Wesen der [[Todesmagie]], das Recht des Mittelreichs sowie Sagen über die Entstehung der Welt. Lesen, Schreiben und Rechnen gehören ebenfalls dazu.
 
Der Lehrmeister bürgt mit seinem Namen für seinen Zögling. Wenn er die Ausbildung für beendet hält, gestattet er die Teilnahme am Großen Turnier. Danach wird der junge Ritter aus seinem Dienst entlassen und erhält gewöhnlich Schwert, Schild und einen Waffenrock mit eigenem Wappen.
 
Fürsten aus anderen Ländern beobachten die Wettkämpfe und werben vielversprechende Kämpfer für ihr Gefolge an. Auch der Rat der Fünf soll jedes Jahr einzelne junge Ritter auswählen und deren weiteren Weg verfolgen. Ob sie als spätere Nachfolger der Ratsritter vorgesehen sind, bleibt unbekannt.
 
=== Truppenstärke ===
 
Pretin hält rund 400 schwer gepanzerte Ritter unter Waffen. Mit Gefolge und Unterstützungstruppen kann die Stadt mehr als 2.000 Kämpfer aufbieten. Nicht alle Ritter leben ständig in Pretin; durch Boten und Brieftauben können jedoch binnen weniger Tage etwa 300 von ihnen zusammengezogen werden.
 
Die schwere Reiterei ist für geschlossene Angriffe auf offenem Gelände ausgebildet. Auf Hornsignale kann sie ihre Angriffsrichtung rasch ändern und Verteidigungsstellungen umgehen. Diese Beweglichkeit, die gute Pferdezucht und die große Zahl erfahrener Ritter machen Pretin zu einer der stärksten einzelnen Militärmächte der Malenei.
 
== Wirtschaft und Handwerk ==
 
Die Pferdezucht ist der bekannteste Wirtschaftszweig Pretins. Der Begriff '''Pretiner Hengst''' gilt im Mittelreich als Synonym für ein besonders schnelles Pferd. Solche Tiere werden unter anderem von den Blauen Reitern, den Pfeilboten und den Boten des Sturmfalken eingesetzt. Daneben züchten die Ritter kräftige Streitrösser, die einen gepanzerten Reiter samt Waffen und eigener Pferderüstung tragen können.
 
Eng mit der Reiterei verbunden ist die Herstellung von Waffen, Rüstungen, Schilden und Reitzeug. Die Meisterwerkstätten Pretins genießen einen ausgezeichneten Ruf, verlangen aber entsprechend hohe Preise. Sattler, Hufschmiede, Wagner und Tierheiler finden in der Stadt das ganze Jahr über Arbeit.
 
Pretin ist außerdem für ein leichtes Bier bekannt, das zu fast jeder Mahlzeit getrunken wird und während des Turniers reißenden Absatz findet. Bei Zwergen gilt es dagegen als ausgesprochen dünn.
 
Die umliegenden Äcker und großen Kornspeicher sichern einen Teil der Versorgung. Das Große Turnier überfordert die örtlichen Vorräte dennoch regelmäßig, sodass Händler schon Wochen zuvor Getreide, Fleisch, Futter und Brennholz aus der Malenei und aus Cor heranschaffen.
 
== Politische Beziehungen ==
 
=== Fürst der Malenei ===
 
Der Rat erkennt die Herrschaft des Hauses [[Parping]] grundsätzlich an, folgt dem Fürsten jedoch nur, solange dessen Forderungen mit den Interessen Pretins und des Ignatus-Ordens vereinbar sind. Die eigene Truppenstärke und die weitgehend gesicherte Versorgung verleihen der Stadt dabei erheblichen Handlungsspielraum.
 
=== Kaiserreich ===
 
Kaiser [[Illiasan]] bestätigte die bestehenden Verträge mit dem Ignatus-Kult. Daher stehen die Ritter Pretins trotz der Unabhängigkeit der Fürstentümer und trotz des elfischen Blutes des Kaisers weiterhin loyal zu ihm.
 
Illiasans Herkunft hat jedoch eine innerstädtische Debatte ausgelöst. Bislang können nur Menschen zu Rittern Pretins erhoben werden. In der Stadt und möglicherweise auch im Rat wird darüber gestritten, ob diese Beschränkung noch mit Ehorns Erbe vereinbar ist.
 
=== Andere Fürstentümer ===
 
Das Verhältnis zu [[Barden]] ist von Misstrauen und Feindschaft geprägt. Die äußerst abwertenden Beschreibungen Bardens, die in Pretin verbreitet werden, spiegeln vor allem die Haltung des Rates und der dortigen Ritterschaft wider. Das Bündnis zwischen Barden und Urtha wird als mögliche Bedrohung betrachtet.
 
Mit [[Kaer]] verbindet Pretin die gemeinsame Nähe zum Ignatus-Kult. Das Bündnis beider Länder begrenzt zugleich Bardens militärischen Handlungsspielraum.
 
Mit Urtha besteht ein lockeres Handelsabkommen. Pretin liefert Getreide, Fleisch und Bier und erhält dafür Eisenerzeugnisse, Erze und Rodungsrechte am Nordhang des Harratgebirges. Beide Seiten wissen, dass das Verhältnis vor allem aus gegenseitigem Nutzen und politischer Vorsicht besteht.
 
== Gerüchte und Abenteuerideen ==
 
* Kurz vor dem Großen Turnier verschwindet einer der fünf Siegelringe. Der Rat versucht, die Suche geheim zu halten, während sich bereits falsche Träger zu erkennen geben.
* In Samlusch Frosteins Turm wird eine alte Karte gefunden, die einen Raum unter der Krypta zeigt. Der Halbling kann sich weder an ihren Erwerb noch an ihren Verkauf erinnern.
* Mehrere Pretiner Hengste brechen in derselben Nacht aus ihren bewachten Ställen aus und laufen geschlossen nach Norden.
* Eine nichtmenschliche Ritterin gewinnt die Vorentscheidung des Turniers und fordert öffentlich ihre Aufnahme in die Pretiner Ritterschaft.
* Ein Bote bringt Beweise dafür, dass das Bündnis zwischen Barden und Urtha anders lautet, als der Rat bisher angenommen hat.

Aktuelle Version vom 3. August 2026, 20:44 Uhr


Pretin während des Großen Turniers. Rund um die alte Wehrstadt erstreckt sich das Zeltlager der Ritter, Händler und fahrenden Leute.

Pretin ist eine alte Wehrstadt in der Malenei und im gesamten Mittelreich als die Stadt der 1000 Banner bekannt. Der Beiname bezieht sich nicht auf die Größe der Stadt, sondern auf das alljährliche Große Turnier, zu dem Ritter, Gaukler und Händler aus weiten Teilen Ganthors ihre Zelte und Banner vor den Mauern aufschlagen.

Den Kern Pretins bildet die Burg Ehorns Thron, die im Jahr 87 nach Samon auf einer niedrigen Anhöhe über einer Quelle errichtet wurde. Aus der befestigten Ruhestätte des Ritters Ehorn Weißfels entstand im Laufe der Jahrhunderte eine Stadt mit etwa 7.500 freien Bürgern und Rittern. Regiert wird sie vom Rat der Fünf, dessen Mitglieder sich als Bewahrer von Ehorns geistigem Erbe verstehen.

Pretin ist für seine schwere Reiterei, seine Pferdezucht und seine ausgezeichneten Waffen- und Rüstungsschmiede berühmt. Der Rat besitzt innerhalb der Malenei so viel militärische und religiöse Autorität, dass selbst der Fürst des Landes seine Entscheidungen nur begrenzt beeinflussen kann.

Lage und Entwicklung

Pretin liegt in sanftem Hügelland, das sich nach Norden hin in die weiten Ebenen Cors öffnet. Nur bei klarem Wetter sind am Horizont die ersten Ausläufer des Harratgebirges zu erkennen. Die freie Sicht war ausschlaggebend für den Bau Ehorns Throns: Eine größere Streitmacht könnte sich der Stadt kaum unbemerkt nähern, während die schwere Reiterei auf den offenen Flächen ihre größte Wirkung entfaltet.

In der mehr als fünfhundertjährigen Geschichte der Stadt hat deshalb noch keine Armee einen Angriff auf Ehorns Thron gewagt. Ob allein die günstige Lage oder auch der Ruf der Pretiner Ritter dafür verantwortlich ist, lässt sich kaum trennen.

In langen Friedenszeiten suchten verarmte und vertriebene Bauern aus Barden und Urtha Schutz an der Burg. Unter ihnen befanden sich auch ehemalige Leibeigene aus Schleebruch. Rund um die Befestigung entstanden Häuser, Werkstätten und bestellte Felder. Holz und Stein mussten in langen Transportzügen aus dem Harratgebirge herbeigeschafft werden.

Als die Siedlung wuchs, wurden die äußeren Befestigungen zu Stadtmauern ausgebaut. Die Mauern der alten Burg durchbrach man an sieben Stellen mit Toren, sodass der einstige Burghof zum öffentlich zugänglichen Zentrum der Stadt werden konnte.

Stadtbild

Pretin besteht aus dem befestigten alten Zentrum und den jüngeren Stadtvierteln, die sich ringsum ausbreiten. Jenseits der Mauern liegen Felder, Kornspeicher, Pferdekoppeln und große Stallhöfe. Dort werden die zahlreichen Reit- und Zugtiere versorgt, die im engen Stadtkern kaum Platz fänden.

Die Stadt wirkt außerhalb der Turnierzeit überschaubar und geordnet. Während des Großen Turniers verändert sie sich dagegen vollständig. Dann reichen Zeltplätze, provisorische Märkte, Küchen, Schmieden und Pferche weit in die umliegenden Felder. Die Versorgung der vielen Gäste verlangt nach sorgfältiger Planung; Wege, Brunnen und Weideflächen werden bereits Wochen vor Beginn des Festes eingeteilt.

Ehorns Thron und das Zentrum

Das Zentrum liegt innerhalb der hohen Mauern der alten Burg. Seine sieben Tore und der weitläufige Innenhof verhindern, dass der Bezirk trotz der schweren Steinmauern düster wirkt. Banner, Wimpel und farbige Bemalungen prägen die Fassaden und nehmen das geschäftige Treiben der Straßen auf.

Das Herz der Stadt bilden der zentrale Brunnen und das Hauptgebäude des Rates der Fünf. Große Stallungen gibt es hier nicht. Lediglich die Streitrösser der fünf Ratsritter und ihrer Leibwachen werden in einem abgelegenen Teil des Burghofs untergebracht; die übrigen Pferde stehen an den Stadträndern oder auf einem eigens eingerichteten Hof in der Ebene.

Neben dem Ratsgebäude erhebt sich eine reich geschmückte Kirche des Ignatus. Der Überlieferung zufolge liegt darunter eine weit verzweigte, aus dem Fels geschlagene Krypta. In ihr sollen Ehorn Weißfels und alle späteren Ratsritter bestattet worden sein.

Vor knapp hundert Jahren beschloss der Rat, große Teile der Burg zu verkaufen und die Räume besser zu nutzen. Seither befinden sich an der Innenseite der Mauern herrschaftliche Wohnungen, Werkstätten und Geschäfte. Zwei davon sind weit über Pretin hinaus bekannt.

Krämer „Turmspitz“

Der Krämerladen Turmspitz nimmt einen der drei großen Burgtürme vom Keller bis zum Giebel ein. Eigentümer ist der mehr als hundert Jahre alte Halbling Samlusch Frostein, ein ausgesprochen harter Händler, der Tauschgeschäfte liebt und fast immer zu seinem eigenen Vorteil abschließt.

Alle Stockwerke sind mit Tausenden alten und verstaubten Gegenständen gefüllt. Viele besitzen eine bemerkenswerte Geschichte, doch kennt nicht einmal Samlusch zu jedem Stück Herkunft und Wert. In den vergangenen Jahren verkaufte er wertvolle Manuskripte, Schatzkarten sowie seltene elfische und zwergische Gegenstände weit unter Preis. Seine Wut darüber hat ihn verbittert und noch misstrauischer gemacht.

Samlusch ist edlen Feentränen und dem berüchtigten Steinlausschnaps nicht abgeneigt. Wer ihn „Frosch-Stein“ nennt, sollte den Turm besser schnell verlassen.

Alchemist „Heptalon“

Furgarion Heptalon ist Meisterheiler und weit über die Stadt hinaus für die Behandlung von Krankheiten, Vergiftungen und Knochenbrüchen bekannt. Er lebt über dem alten Nordtor und unterhält dort drei Behandlungszimmer, einen Ruheraum und ein gut ausgestattetes Labor. Zwei Gehilfen unterstützen ihn bei der Versorgung seiner Patienten.

Heptalon teilt seine Erkenntnisse bereitwillig mit anderen Heilkundigen. Gegen einen kleinen Obolus dürfen sie sein Labor verwenden und seine Rezeptbücher einsehen; Kollegen berät er gewöhnlich kostenlos. Bei einer Behandlung bestimmt er jedoch Raum, Nahrung und Tagesablauf seiner Patienten mit unerbittlicher Genauigkeit.

Gerüchten zufolge ist Heptalon der Leibarzt der fünf Ratsritter und kennt einen alten Geheimgang vom Nordtor zur Ratshalle. Magische Heilung lehnt er grundsätzlich ab. Nach seiner Ansicht kann die augenblickliche Wiederherstellung des Körpers die Genesung des Geistes verhindern.

Herrschaft und Glaube

Ehorns Erbe

Ehorns Thron war ursprünglich die befestigte letzte Ruhestätte von Ehorn Weißfels, einem frühen Ritter im Dienst des Ignatus-Ordens. Ehorn zog mit seinem Gefolge durch die Lande, bekämpfte Ungeheuer und Plünderer und gewann damit das Vertrauen der Bevölkerung. Sein Wirken trug erheblich dazu bei, den Glauben an Ignatus in Cor zu verbreiten. Der Orden unterstützte ihn mit Geld und Schenkungen ganzer Landstriche.

Auf dem Sterbebett ernannte Ehorn fünf seiner tapfersten Gefährten zu seinen „Söhnen im Geiste“. Er vertraute ihnen die Vision eines glücklichen, goldenen Landes an. Die fünf Ritter schworen, diese Vision fortzuführen, und verbanden ihr Amt mit fünf einzigartigen Siegelringen. Seither werden die Ringe von Ratsritter zu Ratsritter weitergegeben.

Der Rat der Fünf

Der Rat der Fünf regiert Pretin gemeinschaftlich. Die Ratsritter beraten über wichtige Angelegenheiten, ernennen Verwalter und halten regelmäßig Audienzen ab, bei denen auch einfache Bürger ihre Anliegen vorbringen können. In der öffentlichen Überlieferung gelten sie als ungewöhnlich einig; offene Berichte über Verrat oder Missgunst innerhalb des Rates sind nicht bekannt.

Ob diese Eintracht allein auf Tradition und sorgfältiger Auswahl beruht, ist Gegenstand vieler Geschichten. Über die fünf Siegelringe heißt es unter anderem:

  • Jeder Ring berge einen Teil von Ehorns Seele. Sobald die fünf Träger zusammenkommen, erscheine sein Geist und leite ihre Entscheidung.
  • Die Ratsritter seien keine Menschen mehr, sondern Engel, denen die Ringe menschliche Gestalt verleihen.
  • Die Ringe zwängen jeden, der sich den Ratsrittern gegenüber verantworten muss, zur Wahrheit.

Diese Erzählungen werden in Schenken und auf Festen gern wiederholt. Der Rat selbst äußert sich nicht dazu.

Der Ignatus-Kult besitzt großen Einfluss auf die Stadt. Der Rat unterstützt den Fürsten der Malenei vor allem in Angelegenheiten, die mit den Lehren und Interessen der Kirche vereinbar sind. Umgekehrt kann der Fürst Entscheidungen Pretins gegen den Willen des Ordens kaum durchsetzen.

Das Große Turnier

Das Große Turnier findet jedes Jahr einen Monat nach dem Sommerfest statt. Es gehört neben den Wettkämpfen von Kalesch, Adar und Barden zu den bedeutendsten Turnieren der Menschen. Anders als bei den prunkvollen Schauspielen in Kalesch tritt in Pretin jeder Ritter im Wesentlichen für sich selbst an.

Die Teilnehmer müssen sich sowohl im Kampf zu Fuß als auch auf einem Reittier bewähren. Neben Pferden werden Reitechsen und in seltenen Fällen sogar Greifen oder Pegasi zugelassen. Gefordert werden Kampfkunst, Reitkunst, Geschicklichkeit und Ausdauer. Trotz stumpfer Übungswaffen enden einzelne Begegnungen mit schweren Verletzungen oder Todesfällen.

Da die Zahl der Bewerber beständig steigt, werden Vorentscheidungen in großen Scheingefechten ausgetragen. Erst wer diese übersteht, darf am eigentlichen Turnier teilnehmen.

Während des Festes wächst Pretin zeitweise auf ein Vielfaches seiner gewöhnlichen Größe an. Zu den Rittern kommen ihre Gefolge, Schauspieler, Gaukler, Handwerker und fahrende Händler. Das Zeltmeer und seine zahllosen Feldzeichen gaben Pretin den Beinamen Stadt der 1000 Banner.

Die Ritter Pretins

Wohlhabende Bürger können ihre Söhne und Töchter einem Pretiner Ritter zur Ausbildung anvertrauen. Die Lehrzeit ist lang und entbehrungsreich; manche Zöglinge sehen ihre Familien mehrere Jahre nicht.

Neben Kampf, Reitkunst und ritterlicher Sitte umfasst die Ausbildung die Glaubenslehre des Ignatus, die Kunde von Dämonen und Wesen der Todesmagie, das Recht des Mittelreichs sowie Sagen über die Entstehung der Welt. Lesen, Schreiben und Rechnen gehören ebenfalls dazu.

Der Lehrmeister bürgt mit seinem Namen für seinen Zögling. Wenn er die Ausbildung für beendet hält, gestattet er die Teilnahme am Großen Turnier. Danach wird der junge Ritter aus seinem Dienst entlassen und erhält gewöhnlich Schwert, Schild und einen Waffenrock mit eigenem Wappen.

Fürsten aus anderen Ländern beobachten die Wettkämpfe und werben vielversprechende Kämpfer für ihr Gefolge an. Auch der Rat der Fünf soll jedes Jahr einzelne junge Ritter auswählen und deren weiteren Weg verfolgen. Ob sie als spätere Nachfolger der Ratsritter vorgesehen sind, bleibt unbekannt.

Truppenstärke

Pretin hält rund 400 schwer gepanzerte Ritter unter Waffen. Mit Gefolge und Unterstützungstruppen kann die Stadt mehr als 2.000 Kämpfer aufbieten. Nicht alle Ritter leben ständig in Pretin; durch Boten und Brieftauben können jedoch binnen weniger Tage etwa 300 von ihnen zusammengezogen werden.

Die schwere Reiterei ist für geschlossene Angriffe auf offenem Gelände ausgebildet. Auf Hornsignale kann sie ihre Angriffsrichtung rasch ändern und Verteidigungsstellungen umgehen. Diese Beweglichkeit, die gute Pferdezucht und die große Zahl erfahrener Ritter machen Pretin zu einer der stärksten einzelnen Militärmächte der Malenei.

Wirtschaft und Handwerk

Die Pferdezucht ist der bekannteste Wirtschaftszweig Pretins. Der Begriff Pretiner Hengst gilt im Mittelreich als Synonym für ein besonders schnelles Pferd. Solche Tiere werden unter anderem von den Blauen Reitern, den Pfeilboten und den Boten des Sturmfalken eingesetzt. Daneben züchten die Ritter kräftige Streitrösser, die einen gepanzerten Reiter samt Waffen und eigener Pferderüstung tragen können.

Eng mit der Reiterei verbunden ist die Herstellung von Waffen, Rüstungen, Schilden und Reitzeug. Die Meisterwerkstätten Pretins genießen einen ausgezeichneten Ruf, verlangen aber entsprechend hohe Preise. Sattler, Hufschmiede, Wagner und Tierheiler finden in der Stadt das ganze Jahr über Arbeit.

Pretin ist außerdem für ein leichtes Bier bekannt, das zu fast jeder Mahlzeit getrunken wird und während des Turniers reißenden Absatz findet. Bei Zwergen gilt es dagegen als ausgesprochen dünn.

Die umliegenden Äcker und großen Kornspeicher sichern einen Teil der Versorgung. Das Große Turnier überfordert die örtlichen Vorräte dennoch regelmäßig, sodass Händler schon Wochen zuvor Getreide, Fleisch, Futter und Brennholz aus der Malenei und aus Cor heranschaffen.

Politische Beziehungen

Fürst der Malenei

Der Rat erkennt die Herrschaft des Hauses Parping grundsätzlich an, folgt dem Fürsten jedoch nur, solange dessen Forderungen mit den Interessen Pretins und des Ignatus-Ordens vereinbar sind. Die eigene Truppenstärke und die weitgehend gesicherte Versorgung verleihen der Stadt dabei erheblichen Handlungsspielraum.

Kaiserreich

Kaiser Illiasan bestätigte die bestehenden Verträge mit dem Ignatus-Kult. Daher stehen die Ritter Pretins trotz der Unabhängigkeit der Fürstentümer und trotz des elfischen Blutes des Kaisers weiterhin loyal zu ihm.

Illiasans Herkunft hat jedoch eine innerstädtische Debatte ausgelöst. Bislang können nur Menschen zu Rittern Pretins erhoben werden. In der Stadt und möglicherweise auch im Rat wird darüber gestritten, ob diese Beschränkung noch mit Ehorns Erbe vereinbar ist.

Andere Fürstentümer

Das Verhältnis zu Barden ist von Misstrauen und Feindschaft geprägt. Die äußerst abwertenden Beschreibungen Bardens, die in Pretin verbreitet werden, spiegeln vor allem die Haltung des Rates und der dortigen Ritterschaft wider. Das Bündnis zwischen Barden und Urtha wird als mögliche Bedrohung betrachtet.

Mit Kaer verbindet Pretin die gemeinsame Nähe zum Ignatus-Kult. Das Bündnis beider Länder begrenzt zugleich Bardens militärischen Handlungsspielraum.

Mit Urtha besteht ein lockeres Handelsabkommen. Pretin liefert Getreide, Fleisch und Bier und erhält dafür Eisenerzeugnisse, Erze und Rodungsrechte am Nordhang des Harratgebirges. Beide Seiten wissen, dass das Verhältnis vor allem aus gegenseitigem Nutzen und politischer Vorsicht besteht.

Gerüchte und Abenteuerideen

  • Kurz vor dem Großen Turnier verschwindet einer der fünf Siegelringe. Der Rat versucht, die Suche geheim zu halten, während sich bereits falsche Träger zu erkennen geben.
  • In Samlusch Frosteins Turm wird eine alte Karte gefunden, die einen Raum unter der Krypta zeigt. Der Halbling kann sich weder an ihren Erwerb noch an ihren Verkauf erinnern.
  • Mehrere Pretiner Hengste brechen in derselben Nacht aus ihren bewachten Ställen aus und laufen geschlossen nach Norden.
  • Eine nichtmenschliche Ritterin gewinnt die Vorentscheidung des Turniers und fordert öffentlich ihre Aufnahme in die Pretiner Ritterschaft.
  • Ein Bote bringt Beweise dafür, dass das Bündnis zwischen Barden und Urtha anders lautet, als der Rat bisher angenommen hat.