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Frostzacken

Aus Meister der Magie Wiki

Die Frostzacken und die Nordhänge

Die Frostzacken und ihre bewaldeten Nordhänge.

Die Frostzacken sind das Hochgebirge der Nordlande. Sie reichen vom Zwergenberg im Osten fast bis zur Westküste. Im Süden gehen ihre Ausläufer in das Gebiet des Frostwurmwalds über; nach Norden fallen sie vielerorts jäh zu den bewaldeten Hügeln und zur Küste ab. Nur wenige Pässe und Aufstiege sind dauerhaft gangbar. Das Innere des Gebirges ist kaum erkundet, während die Menschen seine Nordhänge, Täler und unteren Ausläufer seit langem nutzen.

Landschaft und Wege

Schroffe, oft sonderbar geformte Gipfel, Firnfelder und steile Felswände prägen die Frostzacken. Wasserfälle stürzen von den Hängen; in den Wäldern am Fuß des Gebirges vereinigen sich die Bäche zu Flüssen, die Richtung Nordmeer fließen. Wo frühere Gletscher breite Täler und niedrigere Ausläufer hinterließen, führen einzelne Wege ins Vorgebirge. Alte Schmelzwasserläufe haben dort zahlreiche Höhlen in den Fels geschnitten.

Lawinen, Muren und Steinschlag können einen bekannten Aufstieg innerhalb eines Tages unpassierbar machen. Selbst die wenigen Pässe sind nur zeitweise verlässlich. Ortskundige Führer sind deshalb für Reisen abseits der bewirtschafteten Nordhänge gefragt. Bei Brokheim reichen die Berge ungewöhnlich nahe an die Küste heran. Befestigte Straßen verbinden dort Steinbrüche und Minen mit der Stadt; weiter oben enden auch diese Wege.

Klima, Pflanzen und Tiere

Vom Meer heraufziehende Wolken bringen den Nordhängen häufig Regen und Schnee. In den höheren Tälern beginnt der Winter früh; Ackerbau ist nur an geschützten Orten möglich. Im Hochgebirge bleiben Schnee und Eis vielerorts das ganze Jahr liegen, und selbst im Sommer kann das Wetter rasch umschlagen.

Oberhalb der Baumgrenze wachsen Gräser, Flechten und niedrige Sträucher. Windgeschützte Bergwiesen blühen während des kurzen Sommers. Dort leben Steinböcke, Gämsen und kleinere Pelztiere; Adler kreisen über den Felswänden, während Berglöwen an den Hängen jagen. Zu den gefährlichsten Bewohnern der Höhlen zählen die Bergtrolle.

Die tieferen Nordhänge sind dagegen dicht bewaldet. Zwischen Nadelbäumen und felsigen Ausläufern leben Elche, Rehe, Wölfe und zahlreiche kleinere Tiere. Kräuter und Pilze werden gesammelt; der seltene Pyodor Pilz ist bei Alchemisten besonders begehrt.

Bewohner und Siedlungen

Die meisten menschlichen Siedlungen liegen in den Wäldern und Tälern der Nordhänge. Holzfäller, Köhler, Bergleute und Handwerker leben in kleinen Dörfern, deren Häuser aus Holz und Stein errichtet sind. Palisaden und Wachtürme schützen sie vor Raubtieren, Ogern und Trollen. Gegen einen größeren Angriff bieten sie jedoch nur begrenzte Sicherheit.

An einigen Steilhängen stehen alte Steinburgen, deren Herkunft unbekannt ist. Manche wurden über die Jahrhunderte als Steinbrüche genutzt; andere haben die Bewohner der umliegenden Dörfer als Fluchtburgen instand gesetzt. Bei Gefahr oder in besonders harten Wintern finden dort oft mehrere Dorfgemeinschaften Zuflucht. Außerhalb dieser Zeiten bleiben kleine Wachmannschaften zurück oder die Burgen stehen verschlossen und leer.

Weiter oben leben Bergtrolle in abgelegenen Gebieten. In Höhlen des Vorgebirges und einzelner Gebirgstäler halten sich Gemeinschaften von Urmenschen, die von Jagd und Sammeln leben. Konflikte um Wege und Jagdgründe haben sie gegenüber Fremden misstrauisch gemacht. Auch Hügeltrolle und Oger durchstreifen die bewaldeten Ausläufer. Wie weit ihre jeweiligen Gebiete reichen, wissen selbst die Bewohner der Nordhänge oft nicht genau.

Glaube und Lebensweise

Die Nähe der Heiligtümer und der sagenhaften Titanenfeste prägt den Glauben vieler Nordländer an den Nordhängen. Geschichten von Begegnungen mit den Titanen werden von Dorf zu Dorf weitergegeben. Ob ihre Feste tatsächlich auf den höchsten Gipfeln steht und was sich dort zuträgt, können nur wenige Menschen aus eigener Anschauung beurteilen.

Neben den Titanen verehren manche Familien ihre Ahnen und achten auf Orte, denen sie besondere Macht zuschreiben. An Waldwegen und Felsvorsprüngen stehen kleine Schreine. Für Reisende sind sie zugleich Zeichen, dass andere Menschen diesen Weg vor ihnen gegangen sind. Sagen, Schnitzarbeiten und die Feste der Dörfer bewahren die Erinnerung an überstandene Winter, verlorene Angehörige und gefährliche Wege.

Rohstoffe und Handel

Holz, Stein und Eisen sind die wichtigsten Güter der Nordhänge. Holz wird vor Ort verarbeitet oder auf geeigneten Flüssen zur Küste geflößt. An breiten Wasserläufen bauen Werften die als Titanenschiffe bekannten Schiffe mit geschnitzten Bugfiguren; besonders häufig ist der Kopf Lesechas zu sehen. Für Werkzeuge und Waffen liefern die Minen der Ausläufer Eisen, während Köhler die Schmieden mit Brennstoff versorgen.

Die Arbeit abseits der Dörfer ist gefährlich. Köhler, Fuhrleute und Bergleute sind auf sichere Wege und gegenseitige Hilfe angewiesen. Brokheim schützt die zu seinem Umland gehörenden Steinbrüche, Minen und Siedlungen und erhält dafür Tribut sowie deren Erzeugnisse. Andere Orte handeln über Flüsse und Küstenstädte mit Holz, Eisenwaren und Schiffen.

Besondere Orte

Gerüchte und Abenteuerideen

  • Nach einem Bergrutsch führt ein bisher unbekannter Zugang in eine Höhle. Ein Dorf beansprucht den dort vermuteten Erzfund, doch die Höhle liegt im Jagdgebiet einer Urmenschengemeinschaft.
  • Der Weg zur Fluchtburg eines Tals ist nach einem frühen Schneefall verschüttet. Aus einem benachbarten Dorf fehlen Menschen, die sich noch vor Einbruch der Nacht dorthin aufgemacht haben.
  • In der Nähe der Brokheimer Steinbrüche wurden verbrannte Tierkadaver gefunden. Einige halten dies für ein Zeichen, dass der als Brandvater bekannte Felsdrache wieder aus den Bergen herabsteigt.