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Frostzacken: Unterschied zwischen den Versionen

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=Die Frostzacken und die Nordhänge=
=Die Frostzacken und die Nordhänge=
Das Hochgebirge im Norden mit dem Namen Frostzacken erstreckt sich über das gesamte Nordland. Es beginnt im Osten mit dem [[Zwergenberg]] und erstreckt sich fast bis an die Westküste. Im Süden gehen die Frostzacken in das kleine Mittelgebirge über, das vom [[Frostwurmwald]] bedeckt wird. Im Norden jedoch ist der Übergang hart: Plötzlich abfallende Felswände, tiefe Schluchten und steile Anstiege bestimmen das Landschaftsbild. Lawinen und Muren schaffen immer neue Wege, zerstören diese jedoch spätestens im folgenden Jahr wieder. Es gibt nur wenige sichere und permanente Aufstiegsmöglichkeiten, und nur wenige Pässe führen über das Gebirge. Eine Überquerung schaffen nur die wenigsten, was nicht nur am Klima oder den schlechten Wegen liegt, sondern auch an den gefährlichen Kreaturen, die das Gebirge bewohnen. Die Frostzacken sind ein fast unerforschtes Gebiet, lediglich die Nordhänge wurden von den Menschen bisher genügend erkundet, um detaillierte Beschreibungen machen zu können.


==Landschaft==
[[Datei:Lande_Borrograd.jpg|mini|hochkant=1.8|Die Frostzacken und ihre bewaldeten Nordhänge.]]
Das Gebirge ragt steil über den Wäldern an den Nordhängen auf. Fast alle der teilweise bizarr und eckig geformten Gipfelformationen sind ständig mit Schnee und Eis bedeckt, Bäume sind fast nirgends zu sehen. Dort, wo man bewaldete Hänge erwarten würde, bilden riesige Steilwände einen abrupten Übergang vom Hügelland zum Hochgebirge. Über diese Steilwände fallen Gebirgsbäche teilweise mehrere hundert Schritt tief, wo sie sich in den Wäldern zu breiten Flüssen vereinen und in Richtung Meer fließen. An manchen Stellen haben sich heute längst geschmolzene Gletscher über Jahrmillionen ins Hügelland vorgearbeitet. An diesen Stellen gibt es weniger steil ansteigende Ausläufer, über deren Gipfel man in die Frostzacken vordringen kann. Diese Berge sind von Höhlen durchzogen, die das Gletscherwasser vor Urzeiten in den Fels spülte. Das Hügelland am Fuß der Frostzacken ist mit  dichtem Nadelwald bedeckt, der in die flachen Küstenregionen übergeht.


==Klima==
Die '''Frostzacken''' sind das Hochgebirge der [[Nordlande]]. Sie reichen vom [[Zwergenberg]] im Osten fast bis zur Westküste. Im Süden gehen ihre Ausläufer in das Gebiet des [[Frostwurmwald]]s über; nach Norden fallen sie vielerorts jäh zu den bewaldeten Hügeln und zur Küste ab. Nur wenige Pässe und Aufstiege sind dauerhaft gangbar. Das Innere des Gebirges ist kaum erkundet, während die Menschen seine Nordhänge, Täler und unteren Ausläufer seit langem nutzen.
Der raue Nordwind weht vom Meer kommend in die Frostzacken hinein. Obwohl er hier bereits etwas abgeschwächt ist, trägt er viele Wolken mit sich, die über den Wäldern und an den Rändern des Gebirges abregnen oder Schnee bringen. Die leichteren Wolken ziehen über das Gebirge weiter südwärts. Aufgrund der größeren Höhe sind die Temperaturen im Hügelland der Nordhänge noch niedriger als im Küstengebiet. Der Winter setzt hier noch früher ein, Ackerbau ist nur in einigen geschützten Tälern im Schutze der Steilwände möglich. Im Gebirge übersteigen die Temperaturen nur im Sommer 10 Grad, Temperaturen um den und unter dem Gefrierpunkt sind üblich.  


==Flora und Fauna==
== Landschaft und Wege ==
Die Gebirgsregion ist nur spärlich bewachsen: Zähe Gräser und Wurzeln und knorrige, kleine Sträucher sind hier neben den allgegenwärtigen Flechten zu finden. An einigen sonnigen und windgeschützten Stellen finden sich sogar Bergwiesen, die im kurzen Sommer voll mit blühenden Bergblumen stehen. Auf diesen Wiesen finden sich die meisten Tiere: Steinböcke, Gämsen und kleinere Pelztiere finden hier neben einigen widerstandsfähigen Insektenarten ihren Lebensraum. Adler und andere Raubvögel nisten in den felsigen Steilwänden und auf abgelegenen Gipfeln, Berglöwen jagen auf dem Boden. In den zahlreichen Höhlen des Gebirges leben jedoch die gefährlichsten Jäger: Die [[Bergtroll]]e.
Die bewaldete Hügelregion und die Ausläufer der Frostzacken hingegen sind mit weitaus mehr Leben gefüllt: Neben zahlreichen Baumarten, Farnen, Büschen und Gräsern wachsen hier auch einige Kräuter und viele Pilzsorten, sogar der legendäre und bei Alchemisten beliebte [[Pyodor-Pilz]]. Rehe, Elche und kleinere Säugetiere wie Eichhörnchen, Dachse und Hasen leben in den Wäldern und werden von Wildkatzen, Füchsen und den zahlreichen Wölfen gejagt.


==Rassen==
Schroffe, oft sonderbar geformte Gipfel, Firnfelder und steile Felswände prägen die Frostzacken. Wasserfälle stürzen von den Hängen; in den Wäldern am Fuß des Gebirges vereinigen sich die Bäche zu Flüssen, die Richtung Nordmeer fließen. Wo frühere Gletscher breite Täler und niedrigere Ausläufer hinterließen, führen einzelne Wege ins Vorgebirge. Alte Schmelzwasserläufe haben dort zahlreiche Höhlen in den Fels geschnitten.
Im Gebirge leben außer den [[Bergtroll]]en keine intelligenten Rassen. Allerdings sollen hier auch die [[Titanen]] Erwähnung finden, obwohl diese nicht als Rasse bezeichnet werden können. Diese gottgleichen riesigen Kreaturen leben seit Urzeiten auf den höchsten Gipfeln der Frostzacken in einer riesigen Festung. Woher sie kommen und welche Ziele sie verfolgen, weiß keiner. Sie können auch nicht als Rasse bezeichnet werden, da jeder Titan einzigartig ist. Ob und wann Titanen sterben und wie sie leben, konnte niemand je herausfinden. Fest steht nur, dass sie hochintelligente Wesen sind, da sie offenkundig große magische Kräfte besitzen, die jedoch mehr der Magie der Götter ähnelt.  
Im Vorgebirge der Frostzacken in den Wäldern der Nordhänge haben sich Menschen angesiedelt, die sich dort trotz der widrigen Bedingungen gehalten haben. Des Weiteren leben dort auch [[Hügeltroll]]e und [[Oger]], die den Menschen immer wieder das Leben schwer machen.  
In den zahlreichen Gletscherhöhlen der Vorberge und der Frostzacken hat eine Rasse von primitiven Urmenschen die Jahrhunderte überdauert und lebt dort wie seit Urzeiten vom Sammeln und von der Jagd. Leider gab es viele Konflikte mit den [[Nordländer|Bronnen]], da beide Seiten sich von der jeweils anderen bedroht fühlten. Dies hat dazu geführt, dass die Urmenschen jetzt sehr zurückgezogen leben und jeden, der ihr Jagdrevier betritt, erbarmungslos töten.


==Siedlungen==
Lawinen, Muren und Steinschlag können einen bekannten Aufstieg innerhalb eines Tages unpassierbar machen. Selbst die wenigen Pässe sind nur zeitweise verlässlich. Ortskundige Führer sind deshalb für Reisen abseits der bewirtschafteten Nordhänge gefragt. Bei [[Brokheim]] reichen die Berge ungewöhnlich nahe an die Küste heran. Befestigte Straßen verbinden dort Steinbrüche und Minen mit der Stadt; weiter oben enden auch diese Wege.
Die Menschen des Nordhangs leben in kleineren Siedlungen, die meist nicht allzu weit voneinander entfernt liegen. Bei der Mehrzahl handelt es sich um Holzfällerdörfer oder Bergarbeitersiedlungen. Die Häuser bestehen aus Holz und Stein, die Siedlungen sind von hohen Holzpalisaden und Wachtürmen umgeben, die die Menschen vor Wölfen, [[Oger]]n und [[Trolle]]n schützen. Da Oger und Trolle jedoch gefährliche Gegner sind, die auch alleine eine Palisade einreißen können, gibt es eine Reihe von Fluchtburgen, in die sich die Bewohner bei großen Gefahren und in kalten Wintern flüchten. Die Burgen liegen an den Steilhängen der Frostzacken und waren einst mächtige Königsburgen, Festungen eines längst vergessenen Reiches. Viele dieser Festungen wurden über die Jahrhunderte als Steinbrüche gebraucht, andere jedoch wurden von den Siedlern wieder instandgesetzt und bieten den Menschen nun wirksamen Schutz vor jeder nur erdenklichen Gefahr. Viele der Fluchtburgen werden im Winter von den Bewohnern mehrerer Dörfer bewohnt. Während der übrigen Zeit werden die Burgen von kleinen Wachmannschaften bewohnt oder, vor fremdem Zugang geschützt, bis zum nächsten Winter verlassen.
Alle anderen Rassen, ob Oger, Trolle oder Urmenschen, leben nur in kleinen Gemeinschaften zusammen. Gebäude oder gar größere Siedlungen sind diesen Wesen unbekannt.


==Kulte und Kultur==
== Klima, Pflanzen und Tiere ==
Das Leben der Menschen ist hart und erlaubt keine Schwäche. Dies hat die gesamte Kultur [[:Kategorie:Borrograd|Borrograd]]s geprägt, und in dieser Region ist das Leben besonders hart und brutal. Dies wirkt sich auf den Lebenswandel und die Kultur der [[Nordländer|Bronnen]] aus: An Dichtkunst gibt es nur die Heldensagen und Kriegsberichte vergangener Zeiten, und außer der Schnitzkunst haben die Bewohner der Wälder und Täler keine der bildenden Künste für sich entdecken können. Das Klischee des "Nordland-Barbaren" kommt wohl aus dieser Gegend, da die hier lebenden Menschen einem [[Mittelländer]] furchtbar rau und ungebildet erscheinen. Auch die Vielzahl an Kriegern, die sich oft mit großem Mut und wenig Rüstung den Feinden entgegenstürzen, hat zu diesem Bild beigetragen.
Aufgrund der Nähe diverser Heiligtümer der [[Titanen]] sind die Menschen dieser Region auch sehr religiös und ehrfürchtig, ihr Aberglaube ist jedoch mindestens genauso groß wie ihre Frömmigkeit. Dies hat dazu geführt, dass in den Wäldern und an den Berghängen, an besonders unheimlichen und mysteriösen Orten, kleinere Heiligtümer von Geistern, Ahnen und sogar Kobolden zu finden sind. Zu diesen Orten gehen die Bronnen, um ihre geringeren Probleme zu lösen. Meist sind diese Orte aus purem Aberglauben entstanden, manche dieser Orte werden jedoch tatsächlich von Mächten bewohnt, von denen die Bronnen nichts ahnen. 


==Rohstoffe und Handel==
Vom Meer heraufziehende Wolken bringen den Nordhängen häufig Regen und Schnee. In den höheren Tälern beginnt der Winter früh; Ackerbau ist nur an geschützten Orten möglich. Im Hochgebirge bleiben Schnee und Eis vielerorts das ganze Jahr liegen, und selbst im Sommer kann das Wetter rasch umschlagen.
Die Wälder des Nordhangs bieten den Menschen schier unbegrenzte Mengen an Holz. Das Holz wird bei Bedarf auf dem Fluss zu den Siedlungen an der Küste geflößt, meist wird es jedoch vor Ort verarbeitet. An den größeren Flüssen gibt es große Werften, in denen die bekannten Titanenschiffe [[:Kategorie:Borrograd|Borrograd]]s hergestellt werden, um dann die breiten Flüsse hinunter zum Meer gebracht zu werden. Die unglaublich stabilen und beständigen Schiffe zeichnen sich durch einen verlängerten Bug aus, der von geschickten Holzschnitzern in die Form eines Titanenkopfes gebracht wird. Häufig tragen die Schiffe den Kopf der Seeschlange [[Lesecha]], was den Schiffen in anderen Landstrichen den Namen "Drachenboote" eingebracht hat. Die Besitzer der Werften sind reiche Männer, die auch Einfluss in den Küstenstädten Borrograds haben: Ohne die Schiffsbaukunst der Werftmeister ist das Wohlergehen der Städte gefährdet, da das Meer oft der einzige Handels- und Reiseweg ist.
Weiterhin gibt es, oft in der Nähe der Werften, viele Werkstätten, in denen Werkzeuge hergestellt werden. Die Rohstoffe kommen zum einen aus den Wäldern, zum anderen aus den Eisenminen an den Ausläufern und in den Steilhängen der Frostzacken. Die Schmiede der Werkstätten verwenden in ihren Essen Kohle, die von den zahlreichen Köhlern in den Wäldern kommt. Die Köhler führen ein gefährliches Leben, da sie in kleinen Gruppen ohne größere Verteidigung im Wald leben müssen. Dennoch finden sich immer wieder Männer und Frauen, die bereit sind, ein solches Leben zu führen, sei es aus Verzweiflung oder weil sie aus ihren Sippen verstoßen oder entehrt wurden. Aufgrund der Werkstätten und der Eisenminen ist es den Bewohnern dieses Landstrichs möglich, ein einfaches Leben zu führen; dank des Handels mangelt es nicht an Lebensmitteln oder Gütern aller Art. Wären nicht der brutale Winter und die nicht weniger brutalen Bewohner der Wälder, von denen beide jedes Jahr viele Opfer fordern, könnte das Leben dieser Menschen fast sorgenfrei sein...


==Sagen, Mythen und besondere Ort==
Oberhalb der Baumgrenze wachsen Gräser, Flechten und niedrige Sträucher. Windgeschützte Bergwiesen blühen während des kurzen Sommers. Dort leben Steinböcke, Gämsen und kleinere Pelztiere; Adler kreisen über den Felswänden, während Berglöwen an den Hängen jagen. Zu den gefährlichsten Bewohnern der Höhlen zählen die [[Bergtroll]]e.


===Heiligtum des Ioragor===
Die tieferen Nordhänge sind dagegen dicht bewaldet. Zwischen Nadelbäumen und felsigen Ausläufern leben Elche, Rehe, Wölfe und zahlreiche kleinere Tiere. Kräuter und Pilze werden gesammelt; der seltene [[Pyodor Pilz]] ist bei Alchemisten besonders begehrt.
In einem Tal in den Ausläufern der Frostzacken befindet sich eine Vielzahl von Geysiren. Dies hat den Grund, dass das Tal in Wahrheit der Krater eines halberloschenen Vulkans ist. Ein unterirdischer Fluss, der vom Schmelzwasser der Berge gespeist wird, wird erhitzt, das Wasser verdampft und steigt unter Druck nach oben. Auch kann es ca. alle 50 Jahre passieren, dass die Erde aufreißt und heißes Gestein und Lavabrocken ausstößt. Seit Urzeiten ist dieser mystische Platz für die Menschen und alle anderen Rassen ein heiliger Ort. So kam es, dass Priester des [[Titanen]] [[Ioragor]] dort ein Heiligtum für den Herrn des Feuers und des Lichtes errichteten.


===Heiligtum der Fraja===
== Bewohner und Siedlungen ==
Wer das Heiligtum der [[Fraja]] errichtet hat, weiß niemand, da es an einer für Menschen fast unerreichbaren Stelle erbaut wurde: Auf einem der höchsten Gipfel der Frostzacken steht der Horst der Fraja, ein uralter Turm, der schon von den eigentlichen Erbauern als Kultstätte genutzt wurde. Altäre und Blutrinnen belegen dies. Heute wird das Heiligtum von einigen Mönchen bewohnt, die fast die gesamte Zeit mit Meditieren verbringen. Pilger gibt es angesichts der großen Gefahren, die der Aufstieg mit sich bringt, kaum, dafür wagen des Öfteren jüngere Mönche die Reise, um sich von den "Weisen auf dem Berg" erleuchten zu lassen.


===Heiligtum des Trorlk===
Die meisten menschlichen Siedlungen liegen in den Wäldern und Tälern der Nordhänge. Holzfäller, Köhler, Bergleute und Handwerker leben in kleinen Dörfern, deren Häuser aus Holz und Stein errichtet sind. Palisaden und Wachtürme schützen sie vor Raubtieren, [[Oger]]n und Trollen. Gegen einen größeren Angriff bieten sie jedoch nur begrenzte Sicherheit.
[[Trorlk]], der [[Titanen|Titan]] des Krieges, wurde besonders in den alten Königreichen des Nordens verehrt, von deren Existenz heute nur noch die Ruinen der großen Königsburgen zeugen. In einer dieser Burgen gibt es ein Heiligtum des Trorlk, das seit Jahrhunderten in der verlassenen Burg unverändert gelassen wurde: Das Heiligtum befindet sich in einer zerstörten Halle, einst von prächtigen Bögen und Säulen getragen, von denen heute nur noch ein Teil erhalten ist. Am Ende der Halle steht ein riesiger Thron, auf dem der Titan selbst in früheren Zeiten gesessen haben soll. Davor befindet sich eine steinerne Opferschale, in der die Gaben der Krieger verbrannt werden, daneben ein kleinerer Steintisch mit einem Obsidiandolch, der niemals stumpf wird. Mit diesem geben die Krieger durch einen kleinen Schnitt in den Arm ihr Blut als zweite Opfergabe.
Allen, auch Priestern, ist es verboten, das Heiligtum zu verändern, oder Dinge auszutauschen oder mitzunehmen. Diejenigen, die eine solche Tat wagten, wurden tot vor dem Altar aufgefunden.
Gefallene Krieger, die in ihrem Leben besonders tapfer und heldenhaft waren und ruhmreich gestorben sind, werden oft von ihren Kameraden oder Gefolgsleuten zum Heiligtum gebracht. Dort werden sie ein letztes Mal gewaschen, geschmückt und danach auf einem Scheiterhaufen aufgebahrt. Durch das rituelle Verbrennen sollen die Seelen nicht in das Totenreich fahren, sondern in der magischen Feste der Titanen wiedergeboren werden. Die Krieger haben dort die Ehre, mit Trorlk zu leben und die Welt vor Gefahren zu schützen.  


===Heiligtum des Anror===
An einigen Steilhängen stehen alte Steinburgen, deren Herkunft unbekannt ist. Manche wurden über die Jahrhunderte als Steinbrüche genutzt; andere haben die Bewohner der umliegenden Dörfer als Fluchtburgen instand gesetzt. Bei Gefahr oder in besonders harten Wintern finden dort oft mehrere Dorfgemeinschaften Zuflucht. Außerhalb dieser Zeiten bleiben kleine Wachmannschaften zurück oder die Burgen stehen verschlossen und leer.
Tief im Wald der Frostzacken steht auf einer Lichtung ein Steinkreis. Uralte, riesige Eichen säumen diesen Platz, deren große Wurzeln die zahlreichen Findlinge, die es in diesem Wald gibt, fest umschlossen halten. Zwischen Wurzeln und Steinen sind oft Zwischenräume entstanden, die manchmal die Größe kleiner Höhlen erreichen. In diesen Höhlen ist ein Rudel besonders großer Wölfe beheimatet, die heiligen Wölfe des [[Anror]]. Die Wölfe verteidigen den Steinkreis mit größter Wildheit, und ein jeder, der das Heiligtum betreten will, wird unweigerlich von diesen Kreaturen angegriffen. Schafft man es, den Steinkreis zu erreichen, ziehen sich die Wölfe augenblicklich zurück. Es heißt, dass nur wenige den Versuch überlebt haben, das Heiligtum zu betreten. Diejenigen, die zurück kamen, hatten den Segen Anrors: Sie konnten Tiere aller Art beeinflussen und ihr Mut und ihre Wildheit im Kampf war unerreicht.  


===Die verlassene Magierakademie in den Frostzacken===
Weiter oben leben [[Bergtroll]]e in abgelegenen Gebieten. In Höhlen des Vorgebirges und einzelner Gebirgstäler halten sich Gemeinschaften von [[Urmenschen]], die von Jagd und Sammeln leben. Konflikte um Wege und Jagdgründe haben sie gegenüber Fremden misstrauisch gemacht. Auch [[Hügel- und Waldtroll|Hügeltrolle]] und Oger durchstreifen die bewaldeten Ausläufer. Wie weit ihre jeweiligen Gebiete reichen, wissen selbst die Bewohner der Nordhänge oft nicht genau.
In dunkler Vorzeit wurde tief im Herzen der Trollzacken, die südliche Ausläufer des Frostzackengebirges sind, eine Magierakademie errichtet, in der einige der ersten [[Magier]] den Versuch unternommen hatten, die ursprüngliche Magie zu bändigen. Die Akademie geriet in Vergessenheit, ihre Eingänge wurden nie gefunden. Sollte die Akademie gefunden und wieder zugänglich gemacht werden können, so wäre dies ein unermesslicher Schatz für alle Magier auf [[Ganthor]].


===Gletscher===
== Glaube und Lebensweise ==
Die gewaltigen Gletscher der Frostzacken laufen an manchen Stellen in die bewaldeten Küstenbereiche hinein. Einige von ihnen enden in einem riesigen Tor, das den Blick in eine gigantische Eishalle im Gletscher freigibt. Mitunter fördern die aus den Gletschern entspringenden Wildbäche Edelmetalle und seltsame einfache Werkzeuge zu Tage. Leider werden diese Höhlen allzu gerne von Yetis und den gefürchteten Höhlenmenschen bewohnt, die sie beide bis aufs äußerste verteidigen.


===Titanenfeste in den Frostzacken===
Die Nähe der Heiligtümer und der sagenhaften [[Titanenfeste in den Frostzacken|Titanenfeste]] prägt den Glauben vieler Nordländer an den Nordhängen. Geschichten von Begegnungen mit den [[Titanen]] werden von Dorf zu Dorf weitergegeben. Ob ihre Feste tatsächlich auf den höchsten Gipfeln steht und was sich dort zuträgt, können nur wenige Menschen aus eigener Anschauung beurteilen.
Nur wenige können von sich behaupten, die Titanenfeste jemals gesehen zu haben. Hoch auf den Gipfeln des Frostzackengebirges steht die Feste, umtost von einem gewaltigen Eissturm, so dass die Sicht auf die kolossalen Türme und Mauern meist verdeckt bleibt. Die [[Titanen]] verlassen die Feste nur selten, noch seltener werden sie dabei beobachtet. Sicher ist jedoch, dass sie weder essen noch trinken, nie schlafen und auch nicht sterben können. Mit ihren Kräften beschützen sie das Land und manchmal auch die Einwohner [[:Kategorie:Borrograd|Borrograd]]s. Die Titanen werden von den Völkern Borrograds deshalb als Götter verehrt.


===Tal der Sonne in den Frostzacken===
Neben den Titanen verehren manche Familien ihre Ahnen und achten auf Orte, denen sie besondere Macht zuschreiben. An Waldwegen und Felsvorsprüngen stehen kleine Schreine. Für Reisende sind sie zugleich Zeichen, dass andere Menschen diesen Weg vor ihnen gegangen sind. Sagen, Schnitzarbeiten und die Feste der Dörfer bewahren die Erinnerung an überstandene Winter, verlorene Angehörige und gefährliche Wege.
Inmitten des lebensfeindlichen Gebirges soll es eine Hochebene geben, die derart von Bergen umrahmt ist, dass kein Schneesturm sie erreicht. Auch sollen dort heiße Quellen vorkommen, die das ganze Jahr über genügend Wärme geben, so dass viele Pflanzen, die gar nicht in [[:Kategorie:Borrograd|Borrograd]] wachsen, hier gedeihen können. Die Geschichte vom Tal der Sonne wird zwar von den meisten [[Nordländer]]n nicht ernst genommen, hält sich jedoch hartnäckig in den Köpfen der Menschen.
 
== Rohstoffe und Handel ==
 
Holz, Stein und Eisen sind die wichtigsten Güter der Nordhänge. Holz wird vor Ort verarbeitet oder auf geeigneten Flüssen zur Küste geflößt. An breiten Wasserläufen bauen Werften die als Titanenschiffe bekannten Schiffe mit geschnitzten Bugfiguren; besonders häufig ist der Kopf [[Titanen#Lesecha|Lesechas]] zu sehen. Für Werkzeuge und Waffen liefern die Minen der Ausläufer Eisen, während Köhler die Schmieden mit Brennstoff versorgen.
 
Die Arbeit abseits der Dörfer ist gefährlich. Köhler, Fuhrleute und Bergleute sind auf sichere Wege und gegenseitige Hilfe angewiesen. Brokheim schützt die zu seinem Umland gehörenden Steinbrüche, Minen und Siedlungen und erhält dafür Tribut sowie deren Erzeugnisse. Andere Orte handeln über Flüsse und Küstenstädte mit Holz, Eisenwaren und Schiffen.
 
== Besondere Orte ==
 
* Die [[Titanenfeste in den Frostzacken|Titanenfeste]] soll auf den höchsten Gipfeln liegen und ist meist von Eisstürmen verborgen.
* Das [[Heiligtum des Ioragor]], das [[Heiligtum der Fraja]], das [[Heiligtum des Trorlk]] und das [[Heiligtum des Anror]] sind religiöse Ziele in der Region.
* Die [[Verlassene Magierakademie in den Frostzacken|verlassene Magierakademie]], der [[Gletscher]] und das [[Tal der Sonne]] gelten als schwer erreichbare Orte, über die Reisende und Einheimische Geschichten erzählen.
 
== Gerüchte und Abenteuerideen ==
 
* Nach einem Bergrutsch führt ein bisher unbekannter Zugang in eine Höhle. Ein Dorf beansprucht den dort vermuteten Erzfund, doch die Höhle liegt im Jagdgebiet einer Urmenschengemeinschaft.
* Der Weg zur Fluchtburg eines Tals ist nach einem frühen Schneefall verschüttet. Aus einem benachbarten Dorf fehlen Menschen, die sich noch vor Einbruch der Nacht dorthin aufgemacht haben.
* In der Nähe der Brokheimer Steinbrüche wurden verbrannte Tierkadaver gefunden. Einige halten dies für ein Zeichen, dass der als Brandvater bekannte [[Felsdrache]] wieder aus den Bergen herabsteigt.

Aktuelle Version vom 23. September 2026, 20:57 Uhr

Die Frostzacken und die Nordhänge

Die Frostzacken und ihre bewaldeten Nordhänge.

Die Frostzacken sind das Hochgebirge der Nordlande. Sie reichen vom Zwergenberg im Osten fast bis zur Westküste. Im Süden gehen ihre Ausläufer in das Gebiet des Frostwurmwalds über; nach Norden fallen sie vielerorts jäh zu den bewaldeten Hügeln und zur Küste ab. Nur wenige Pässe und Aufstiege sind dauerhaft gangbar. Das Innere des Gebirges ist kaum erkundet, während die Menschen seine Nordhänge, Täler und unteren Ausläufer seit langem nutzen.

Landschaft und Wege

Schroffe, oft sonderbar geformte Gipfel, Firnfelder und steile Felswände prägen die Frostzacken. Wasserfälle stürzen von den Hängen; in den Wäldern am Fuß des Gebirges vereinigen sich die Bäche zu Flüssen, die Richtung Nordmeer fließen. Wo frühere Gletscher breite Täler und niedrigere Ausläufer hinterließen, führen einzelne Wege ins Vorgebirge. Alte Schmelzwasserläufe haben dort zahlreiche Höhlen in den Fels geschnitten.

Lawinen, Muren und Steinschlag können einen bekannten Aufstieg innerhalb eines Tages unpassierbar machen. Selbst die wenigen Pässe sind nur zeitweise verlässlich. Ortskundige Führer sind deshalb für Reisen abseits der bewirtschafteten Nordhänge gefragt. Bei Brokheim reichen die Berge ungewöhnlich nahe an die Küste heran. Befestigte Straßen verbinden dort Steinbrüche und Minen mit der Stadt; weiter oben enden auch diese Wege.

Klima, Pflanzen und Tiere

Vom Meer heraufziehende Wolken bringen den Nordhängen häufig Regen und Schnee. In den höheren Tälern beginnt der Winter früh; Ackerbau ist nur an geschützten Orten möglich. Im Hochgebirge bleiben Schnee und Eis vielerorts das ganze Jahr liegen, und selbst im Sommer kann das Wetter rasch umschlagen.

Oberhalb der Baumgrenze wachsen Gräser, Flechten und niedrige Sträucher. Windgeschützte Bergwiesen blühen während des kurzen Sommers. Dort leben Steinböcke, Gämsen und kleinere Pelztiere; Adler kreisen über den Felswänden, während Berglöwen an den Hängen jagen. Zu den gefährlichsten Bewohnern der Höhlen zählen die Bergtrolle.

Die tieferen Nordhänge sind dagegen dicht bewaldet. Zwischen Nadelbäumen und felsigen Ausläufern leben Elche, Rehe, Wölfe und zahlreiche kleinere Tiere. Kräuter und Pilze werden gesammelt; der seltene Pyodor Pilz ist bei Alchemisten besonders begehrt.

Bewohner und Siedlungen

Die meisten menschlichen Siedlungen liegen in den Wäldern und Tälern der Nordhänge. Holzfäller, Köhler, Bergleute und Handwerker leben in kleinen Dörfern, deren Häuser aus Holz und Stein errichtet sind. Palisaden und Wachtürme schützen sie vor Raubtieren, Ogern und Trollen. Gegen einen größeren Angriff bieten sie jedoch nur begrenzte Sicherheit.

An einigen Steilhängen stehen alte Steinburgen, deren Herkunft unbekannt ist. Manche wurden über die Jahrhunderte als Steinbrüche genutzt; andere haben die Bewohner der umliegenden Dörfer als Fluchtburgen instand gesetzt. Bei Gefahr oder in besonders harten Wintern finden dort oft mehrere Dorfgemeinschaften Zuflucht. Außerhalb dieser Zeiten bleiben kleine Wachmannschaften zurück oder die Burgen stehen verschlossen und leer.

Weiter oben leben Bergtrolle in abgelegenen Gebieten. In Höhlen des Vorgebirges und einzelner Gebirgstäler halten sich Gemeinschaften von Urmenschen, die von Jagd und Sammeln leben. Konflikte um Wege und Jagdgründe haben sie gegenüber Fremden misstrauisch gemacht. Auch Hügeltrolle und Oger durchstreifen die bewaldeten Ausläufer. Wie weit ihre jeweiligen Gebiete reichen, wissen selbst die Bewohner der Nordhänge oft nicht genau.

Glaube und Lebensweise

Die Nähe der Heiligtümer und der sagenhaften Titanenfeste prägt den Glauben vieler Nordländer an den Nordhängen. Geschichten von Begegnungen mit den Titanen werden von Dorf zu Dorf weitergegeben. Ob ihre Feste tatsächlich auf den höchsten Gipfeln steht und was sich dort zuträgt, können nur wenige Menschen aus eigener Anschauung beurteilen.

Neben den Titanen verehren manche Familien ihre Ahnen und achten auf Orte, denen sie besondere Macht zuschreiben. An Waldwegen und Felsvorsprüngen stehen kleine Schreine. Für Reisende sind sie zugleich Zeichen, dass andere Menschen diesen Weg vor ihnen gegangen sind. Sagen, Schnitzarbeiten und die Feste der Dörfer bewahren die Erinnerung an überstandene Winter, verlorene Angehörige und gefährliche Wege.

Rohstoffe und Handel

Holz, Stein und Eisen sind die wichtigsten Güter der Nordhänge. Holz wird vor Ort verarbeitet oder auf geeigneten Flüssen zur Küste geflößt. An breiten Wasserläufen bauen Werften die als Titanenschiffe bekannten Schiffe mit geschnitzten Bugfiguren; besonders häufig ist der Kopf Lesechas zu sehen. Für Werkzeuge und Waffen liefern die Minen der Ausläufer Eisen, während Köhler die Schmieden mit Brennstoff versorgen.

Die Arbeit abseits der Dörfer ist gefährlich. Köhler, Fuhrleute und Bergleute sind auf sichere Wege und gegenseitige Hilfe angewiesen. Brokheim schützt die zu seinem Umland gehörenden Steinbrüche, Minen und Siedlungen und erhält dafür Tribut sowie deren Erzeugnisse. Andere Orte handeln über Flüsse und Küstenstädte mit Holz, Eisenwaren und Schiffen.

Besondere Orte

Gerüchte und Abenteuerideen

  • Nach einem Bergrutsch führt ein bisher unbekannter Zugang in eine Höhle. Ein Dorf beansprucht den dort vermuteten Erzfund, doch die Höhle liegt im Jagdgebiet einer Urmenschengemeinschaft.
  • Der Weg zur Fluchtburg eines Tals ist nach einem frühen Schneefall verschüttet. Aus einem benachbarten Dorf fehlen Menschen, die sich noch vor Einbruch der Nacht dorthin aufgemacht haben.
  • In der Nähe der Brokheimer Steinbrüche wurden verbrannte Tierkadaver gefunden. Einige halten dies für ein Zeichen, dass der als Brandvater bekannte Felsdrache wieder aus den Bergen herabsteigt.