Zum Inhalt springen

Nebelgebirge: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Meister der Magie Wiki
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
(3 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Kategorie:Weites Hügelland]]
[[Datei:Nebelgebirge_Schwarze_Hand.png|mini|hochkant=1.8|Die Schwarze Hand erhebt sich über dem Nebelwald und den Mooren am Rand der Merrasebene.]]
 
Das '''Nebelgebirge''' liegt im [[:Kategorie:Weites Hügelland|Weiten Hügelland]] östlich der [[Merrasebene]]. Seine fünf gewaltigen schwarzen Felsspitzen, die '''Schwarze Hand''', sind weithin sichtbar. Dichte Wälder, neblige Moore und schwer zugängliche Hochflächen umgeben ein Netz alter Festungen, Stollen und unterirdischer Hallen. Heute beherrschen die [[Schwarzorks]] die wichtigsten Anlagen. Selbst andere Orks meiden das Gebirge überwiegend.
 
== Landschaft und Wege ==
 
Das Massiv misst an seiner Basis fast 50 Meilen im Durchmesser. Seine Flanken steigen zu einer etwa 35 Meilen breiten Hochfläche auf, die rund 1.000 Schritt über dem umliegenden Wald liegt. Im Zentrum ragen die fünf Zacken der Schwarzen Hand noch einmal zwischen einer und zweieinhalb Meilen empor. Jede Spitze ist an ihrer Basis ungefähr eine halbe Meile breit.
 
Die Zacken stehen um eine etwa 7,5 Meilen breite, leicht abgesenkte Fläche. Zwischen ihnen verlaufen schroffe Felsrücken, Schluchten und Steilabbrüche. Nur wenige Pässe erlauben einen Zugang. Alte Wachanlagen und besetzte Festungen machen diese Wege zusätzlich gefährlich.
 
Das schwarze Gestein splittert beim Behauen scharfkantig ab. Sein feiner Staub verursacht bei längerer ungeschützter Arbeit schwere Erkrankungen der Atemwege, an denen viele Minenarbeiter sterben. Stürme treiben Splitter über die kahlen Flächen und können Menschen an ungeschützten Steigen aus dem Gleichgewicht reißen.
 
=== Nebelwald und Nebelmoore ===
 
Der Nebelwald reicht 20 bis 40 Meilen über die Flanken des Gebirges hinaus, im Südosten stellenweise fast 100 Meilen. Hohe Nadelbäume lassen wenig Licht bis zum Boden gelangen. Moose, Pilze und Schattengewächse gedeihen zwischen Wurzeln und feuchten Senken. Zum Rand hin wird der Wald lichter und geht in Mischwald und die offenen Landschaften des [[Hügelland]]es über.
 
Westlich des Massivs liegen die Nebelmoore am Übergang zur Merrasebene. Dunst von den warmen Gewässern zieht gegen die Berge und verdichtet sich zwischen Bäumen und Wasserlöchern. Fauliger Boden, verborgene Rinnen und schwimmende Pflanzendecken erschweren jeden Weg. Ortskundige können tragfähige Stellen erkennen; Fremde verlieren im Nebel leicht die Orientierung. Reisende berichten von geisterhaften Gestalten und Stimmen, die sie vom sicheren Boden fortlocken.
 
Im Wald leben jagdbare Tiere ebenso wie Raubtiere und Trolle. Dunkle Schluchten und Höhlen bieten weiteren Wesen Zuflucht. Die kahlen Hochflächen sind dagegen nur spärlich bewachsen und werden von wenigen Tieren dauerhaft bewohnt.
 
== Klima ==
 
Die Kälte der [[Frostzacken]] und des [[Frostwurmwald]]es beeinflusst besonders den Norden des Gebirges. Die Wälder sind kühl und feucht, die Winter dort lang und schneereich. Auf den Hochflächen herrschen starke Winde; die Nebelmoore bleiben kühler als die geothermisch erwärmte Merrasebene.
 
== Die Schwarzorks ==
[[Datei:Schwarzorks Nebelgebirge.png|mini|hochkant=1.8|Schwarzorks zwingen einen nomadischen Orkschamanen zur Mitarbeit.]]
Die wichtigsten Festungen und unterirdischen Anlagen des Nebelgebirges werden von [[Schwarzorks]] bewohnt. Diese besonders großen und kräftigen Orks sind für ihre Härte und ihre schwere Bewaffnung gefürchtet. Ihre Bevölkerung ist vergleichsweise klein: Viele der alten Festungen stehen leer oder werden nur zeitweise als Wachposten genutzt. Das Zentrum ihrer Gemeinschaften bildet eine weitläufige unterirdische Festung unter den fünf Zacken der Schwarzen Hand. Ihre Außenwerke sichern die wenigen zugänglichen Pässe.
 
Die Schwarzorks betreiben Bergwerke, Schmelzöfen und alte Schmieden. Unter Reisenden und den Orks des Hügellandes wird angenommen, dass sie diese Anlagen einst von Zwergen übernommen haben. Die kunstvolle Bauweise und eigentümliche Geräte gelten als Hinweise auf diese Herkunft; gesicherte Kenntnisse über die ursprünglichen Erbauer fehlen jedoch. Die Schwarzorks haben die Anlagen über Generationen erweitert und stellen dort Waffen und Rüstungen her. Gefangene Menschen, Goblins und andere Orks müssen in den Minen und Werkstätten arbeiten. Auch unterworfene [[Höhlentroll]]e dienen als Arbeitskräfte und Wachen.
 
Unterirdische Pilzkulturen und Vorratslager tragen zur Ernährung bei. Regelmäßige Jagdtrupps bringen Fleisch aus dem Nebelwald und sorgen für Abwechslung im Speiseplan. Auf ihren Streifzügen beobachten sie zugleich die Wege und fremde Lager. Gelegentliche Überfälle liefern weitere Vorräte und Gefangene; offener Handel mit den Schwarzorks findet kaum statt.
 
Die Schwarzorks verehren '''Vharzul''', der aufgrund ihrer Opferbräuche und Kriegsrituale gewöhnlich für einen Kriegs- und Todesgott gehalten wird. Über seine Lehre wissen Außenstehende wenig. Die meisten benachbarten Orks meiden die Schwarzorks und ihr Gebiet. Ihre Schamanen warnen vor einer Verderbnis, deren Ursprung und Ausmaß sie nicht sicher bestimmen können. Dennoch suchen einzelne Schamanen und Kriegshäuptlinge ihre Unterstützung für größere Feldzüge. Solche Bündnisse können ganze Landstriche an den Grenzen des Hügellandes bedrohen.
 
Offener Handel mit den Schwarzorks ist kaum möglich. Beutezüge und die Beschlagnahmung fremder Vorräte gehören jedoch zu ihren Mitteln, begehrte Güter zu beschaffen. Einzelne Angehörige des [[Clanorks#Clan Phsac'mtog (Clan der Schlange)|Clans der Schlange]] sollen ihnen beim Entziffern alter Schriften geholfen haben. Solche Verbindungen bleiben Ausnahmen und werden von anderen orkischen Gemeinschaften mit Misstrauen betrachtet.


==Geschichte==
== Sagen und besondere Orte ==
Gleich der Pranke eines Riesen, der selbst unter den [[Titanen]] als ein solcher gelten würde, ragen die schroffen schwarzen Zacken der "Schwarzen Hand" aus dem Massiv des Nebelgebirges heraus und sorgen seit je her für solche oder ähnliche Mythen. Weit bekannt ist auch die Sage, dass [[Xzar]] selbst einmal auf [[Ganthor]] wandelte und in einer Götterschlacht nur besiegt werden konnte, weil er tief in die Erde getrieben wurde. Mit letzter Kraft riss er noch eine seiner Hände aus der Erde, bevor er endgültig besiegt wurde. Was tatsächlich richtig ist, wird hoffentlich nie jemand herausfinden, jedoch gilt es als sicher, dass das Erdbeben, das direkt nach dem Einschlag des Meteors folgte, Teile dieses Massives absprengte und diese bildlich gesprochen in die "hohle Hand Xzars" fielen.


Einige Jahrzehnte später trauten die frühen [[:Kategorie:Zwerge|Zwerge]] ihren Augen nicht, als sie in diesem "von schwarzen Wächtern umgebenen Kessel" nicht nur bestes Eisen und Silber, sondern auch das begehrte [[Herstellung von magischen Gegenständen#Mithrill|Mithrill]] vor ihren Füßen entdeckten. In den folgenden Jahrhunderten bauten die Zwerge mit ihrer damals schon ungeheuer fortschrittlichen Technologie das Erz des Nebelgebirges ab, bis sich die größten Adern langsam erschöpften. Die Zwerge hätten sicherlich das Gebirge bis auf den letzten Stein auf die begehrten Edelmetalle geschürft, wären nicht die [[Orks]] wie "eine schwarze Flut aus Stahl, schwarzem Pelz und brennenden Augen wie im Wahn" über sie hergefallen. Das seither "Schwarzorks" genannte Volk der (gewöhnlichen) Orks der [[:Kategorie:Sichelgebirge|Sichel]] war derart zahlreich, dass die Zwerge des Nebelgebirges in einer einzigen vier Tage dauernden Schlacht untergingen. Die Schlacht wird nach zwergischer Zeitrechnung auf 986 Jahre vor Samon datiert und ist heute, nach über 1600 Jahren, selbst in den Köpfen der meisten Zwerge längst verblasst.
=== Die Schwarze Hand ===


==Landschaft==
Eine weit verbreitete Sage erzählt, [[Xzar]] sei in einer Götterschlacht tief in die Erde getrieben worden. Mit letzter Kraft habe er eine Hand aus dem Boden gerissen, deren Finger bis heute als schwarze Zacken aufragen. Andere Erzählungen sprechen von der Pranke eines Riesen, der selbst die [[Titanen]] überragt habe. Welche Bedeutung diese Geschichten besitzen, wird unter Gelehrten und Priestern unterschiedlich beurteilt.
Das Nebelgebirge erhebt sich im Herzen des [[:Kategorie:Weites Hügelland|Weiten Hügellandes]] und schließt im Westen mit den Nebelmooren direkt an die [[Merrasebene]] an. In die anderen Himmelsrichtungen kriecht gleichsam ein düsterer Nadelwald aus dem Massiv des Gebirges in das Hügelland, der sich nach 20-40 Meilen verliert, im Südosten jedoch wesentlich breiter auf fast 100 Meilen das gesamte Hügelland überdeckt. Das eigentliche Nebelgebirge misst in seiner Basis fast 50 Meilen im Durchmesser, läuft zu allen Seiten kegelförmig zu und endet anstatt in einer Spitze mit den fünf "Fingern der schwarzen Hand", die wie auf einem Plateau errichtet scheinen. Diese Hochebene liegt gut 1000 Schritt über dem umliegenden Wald und hat einen Durchmesser von ca. 35 Meilen. Die scharfkantige, felsige Ebene gibt den Blick frei auf die gewaltigen Zacken im Zentrum. Die Zacken haben einen Durchmesser von fast einer halben Meile und sind zwischen einer und zweieinhalb Meilen hoch, kreisförmig um das Zentrum angeordnet und schirmen damit einen Bereich von ca. 7,5 Meilen im Durchmesser vom Rest der Ebene ab. Das Zentrum zwischen den bedrohlichen Formationen fällt leicht ab und endet in einem gewaltigen [[:Kategorie:Zwerge|zwergischen]] Bollwerk, das vollständig von den [[Orks|Schwarzorks]] übernommen wurde. Das gesamte Massiv besteht aus hartem schwarzem Stein, der unregelmäßig und scharfkantig absplittert, wenn man ihn behaut. Dabei legt sich überall ein feiner schwarzer Staub nieder, der bei den Minenarbeitern binnen zwei Jahren zu einem qualvollen Tod durch elend langsames Ersticken führt.


Mitten im Dunkelwald etwas südöstlich des Nebelgebirges ragt ein schlanker 300 Schritt hoher Fels aus dem Wald. Die fast völlig gerade Felsformation misst etwa 70 Schritt im Durchmesser und ist von zahlreichen Höhlen durchzogen. Es ist noch nicht sicher, welchem Zweck sie einst diente oder immer noch dient.
Erzählungen verbinden auch den Meteoriteneinschlag und die folgenden Erdbeben mit Veränderungen des Massivs. Alte Wehrbauten und verborgene Hallen geben Anlass zu Vermutungen über frühere Herrschaften, bieten Reisenden aber keine sichere Erklärung ihrer Geschichte.
 
Die Nebelmoore verdanken ihren Namen dem von Westen her stetig aufkommenden dichten Nebel, der sich hier kurz vor dem Massiv des Nebelgebirges derart verdichtet, dass man stellenweise keine fünf Schritt Sicht hat. Die Luft in dieser Region ist schwer von Fäulnis geprägt. Stets lässt der dicke Nebelteppich die Gegend fast friedlich erscheinen, hat jedoch ein Wesen das Pech und gerät in eines der tückischen Moorlöcher, ist es meist verloren. Kühne Abenteurer berichten von geisterhaften Erscheinungen, die an diesem Ort für alle Ewigkeiten gefangen sind, ebenso von Höhlensystemen, in denen Dutzende [[:Kategorie:Trolle|Trolle]] hausen.
     
==Klima==
Der Nebelwald fängt die Wärme der Frühlings- und Sommermonde geradezu ein und hält so ganzjährig ein kühles, feuchtes Klima. Das Massiv hingegen ist den harten Winden des Weiten Hügellandes schutzlos ausgeliefert, ebenso das Plateau mit den fünf Zacken. Der Wind kann hier so stark werden, dass ein Mann auf einem der wenigen Pässe zum Plateau einfach weggerissen wird. Ebenso können sich die scharfkantigen Splitter des schwarzen Gesteins in wahre Geschosse verwandeln, die bei Sturmböen mühelos feste Lederrüstungen durchdringen. Die Nebelmoore sind gegenüber der westlich gelegenen [[Merrasebene]] kühler und nebliger.  


==Pflanzen und Tiere==
=== Der Höhlenfels im südöstlichen Wald ===
Das gesamte Massiv ist derart unwirtlich, dass kaum ein Tier oder Kraut auf ihm leben und gedeihen kann. Lediglich einige fliegende Kreaturen oder aber unterirdisch lebende Wesen haben dieses Gebiet für sich erschlossen. Der Wald um das Massiv besteht überwiegend aus Nadelhölzern, die durch ihr dichtes Blätterkleid und ihren enormen Wuchs jegliches Licht vom Boden abhalten. Daher findet man dort lediglich Schattengewächse und Tiere, die sich an stetige Dunkelheit gewöhnt haben. Auch solche Wesen und Pflanzen, die für gewöhnlich nur in Höhlen anzutreffen sind, können hier überleben. Je lichter der Dunkelwald wird, desto mehr kommen auch Laubbäume zwischen den dunklen Tannen zum Vorschein. Hier findet sich all jenes Getier, was in jedem anderen Mischwald gemäßigter Breiten auch zu finden ist. 


==Siedlungen==
Südöstlich des Massivs steht im Nebelwald ein schlanker, etwa 300 Schritt hoher Fels von rund 70 Schritt Durchmesser. Zahlreiche Höhlen durchziehen ihn. Sein früherer Zweck ist unbekannt. Die auffällige Formation dient manchen Reisenden als Wegmarke; andere meiden sie wegen der Geschichten über ihre dunklen Öffnungen.
Vor dem Ansturm der [[Orks|Schwarzorks]] bestand im Nebelgebirge ein ausgeklügeltes System von Stollen, Aufzügen und Loren, die alle im Zentrum des Plateaus zusammenliefen. Mit den Aufzügen wurden sogar die Zacken von innen heraus ausgehöhlt, während der Stein von waghalsigen Gerüsten aus äußerlich auf die begehrten Metalle hin untersucht wurde. Die wenigen Pässe auf das Plateau wurden durch Wachposten und zwergische Fallen gesichert, die jeden kleinen Trupp Angreifer zurückschlagen konnten. Die Horden der Schwarzorks griffen allerdings an allen Pässen gleichzeitig an und rieben die Verteidigungsstellungen unter hohen Verlusten nach und nach auf. Die [[:Kategorie:Zwerge|Zwerge]] flüchteten in das Zentrum des Plateaus und kämpften erbittert bis auf den letzten Mann gegen die Horden.


Die Orks fanden neben reich gefüllten Vorratsräumen auch Waffen- und Rüstkammern sowie Heiligtümer und Lager von Edelmetallen, die sie allesamt plünderten. Ein Streit um die Beuteverteilung endete damit, dass der größte Teil der Schwarzorks einen Teil der Beute an sich nahm und weiter zog. Der weitaus kleinere Teil blieb und beschäftigte sich mit den seltsamen Gerätschaften der Zwerge. Nach und nach lernten die Schwarzorks die zwergische Metallverarbeitung und gestalteten das Plateau nach ihren Vorstellungen. Das zwergische Bollwerk wurde erweitert, die niedergebrannten Gerüste wiederaufgebaut und die Minenarbeit wieder aufgenommen. Ein Brunnen versorgte sie mit genügend Wasser, während das Getier der Höhlen und des Dunkelwaldes Fleisch lieferte. In den Höhlen fanden sich riesige arbeitswillige Wesen, die [[Höhlentroll]]e. Sie wurden von den Schwarzorks zur lebenslangen Arbeit an den Schmelzöfen oder aber als gefügige Wachen eingesetzt.
== Gerüchte und Abenteuerideen ==
Bald mussten die Schwarzorks einsehen, dass die Minenarbeit schnell zum Tod führt, also wurden "niedere Orks der Ebenen" gefangen und geknechtet. Mit diesen Sklaven hatten sie die Möglichkeit, alle Minen wieder in Betrieb zu nehmen. Als das Fleischangebot in den Höhlen und Wäldern zur Neige ging, zögerten sie nicht, den nächsten Schritt zu gehen: [[Goblins]], Orks und auch Menschen werden regelrecht gezüchtet, um sie anschließend zu fressen. Als Nahrung dienen diesen Kreaturen die seltsamen Pilze, von denen sich die Zwerge anscheinend hauptsächlich ernährt hatten, die die Schwarzorks jedoch verabscheuen.


==Handel==
* Ein aus den Bergwerken geflohener Gefangener erreicht einen Grenzort im Hügelland. Er will seine zurückgelassene Schwester befreien und kennt einen alten Versorgungsgang zur zentralen Festung. Seit seiner Flucht ist dort jedoch eine Wachstellung eingerichtet worden.
Schwarzorks treiben keinen Handel und versuchen, weitestmöglich autark zu leben. Dies schließt allerdings Beutezüge ein, um sich wieder mit Fleisch zu versorgen. Dabei machen sie weder vor kleineren Orkstädten noch vor Menschensiedlungen halt. Hartnäckige Händler finden sich eher auf der Schlachtbank oder aufgespießt als Warnung vor, als dass sie Erfolg haben.  
* Eine orkische Schamanin warnt vor einem Kriegshäuptling, der in einer Passfestung mit den Schwarzorks verhandelt. Sie sucht Hilfe, um das Bündnis zu verhindern; ein benachbartes Menschendorf hält ihre Warnung für eine Falle.
* Ein Jagdtrupp hat bei einem Lager am Rand des Nebelwaldes Menschen verschleppt. Die Verfolgenden finden ihre Spuren, verlieren sie aber in den Nebelmooren. Ein ortskundiger Führer verlangt zunächst Unterstützung bei der Suche nach seinem ebenfalls verschwundenen Sohn.
* Eine Gelehrte entdeckt an einem geborgenen Metallstück dieselben Schriftzeichen, die ein Reisender vom Höhlenfels abgezeichnet hat. Sie sucht Begleiter für eine Untersuchung. Ein orkischer Trupp beansprucht das Fundstück und droht, jeden Zugang zu dem Fels zu sperren.


==Kultur und Kult==
Die tatsächlichen Hintergründe der alten Anlagen und der Entwicklung ihrer Bewohner beschreibt der Artikel '''[[Geschichte des Nebelgebirges]]''' als Spielleiterwissen.
Die alte [[:Kategorie:Zwerge|zwergische]] Kultur ist kaum noch zu entdecken, jedoch tragen einige der Waffen und Rüstungen zwergische Runen, was selbst hartgesottenen [[Grauzwerge]]n Tränen des Zorns in die Augen treibt. Ansonsten ist der einzige Gott der Schwarzorks der orkische Gott des Krieges und des Todes.  


==Wissenschaft und Technik==
[[Kategorie:Ganthor]]
Die gut anderthalb Jahrtausende zurückliegende Schlacht verschaffte den [[Orks]] des Nebelgebirges einen einzigartigen Vorteil: [[:Kategorie:Zwerge|Zwergische]] Techniken des Eisenabbaus und der Verhüttung sowie der Behandlung [[Herstellung von magischen Gegenständen#Machtquellen|magischer Metalle]], und natürlich des Schmiedens von Rüstungen und Waffen, wie es auf [[Ganthor]] kaum seinesgleichen findet. Möglich wurde dies durch Angehörige des Clans der [[Phsac'mtog]], die auf Drängen der Schwarzorks die alten Steintafeln der Zwerge entschlüsselten, die Maschinerie studierten und schließlich die Eisenverarbeitung in Gang brachten. Selbstverständlich hat sich die Eisenverarbeitung seither auch bei den Zwergen deutlich verbessert, jedoch waren die Grundzüge der Verarbeitung, die für die überlegene Qualität der Waffen und Rüstungen verantwortlich sind, schon damals bekannt. Wenn also auch die schwarzorkischen Schmiedeerzeugnisse mit denen der heutigen Zwerge nicht vergleichbar sind, sind ihre Träger jedoch alles andere als wählerisch und machen kleinere Fehler in der Verarbeitung mit Kraft und Zähigkeit mehr als wett.
[[Kategorie:Weites Hügelland]]

Aktuelle Version vom 12. Oktober 2026, 21:14 Uhr

Die Schwarze Hand erhebt sich über dem Nebelwald und den Mooren am Rand der Merrasebene.

Das Nebelgebirge liegt im Weiten Hügelland östlich der Merrasebene. Seine fünf gewaltigen schwarzen Felsspitzen, die Schwarze Hand, sind weithin sichtbar. Dichte Wälder, neblige Moore und schwer zugängliche Hochflächen umgeben ein Netz alter Festungen, Stollen und unterirdischer Hallen. Heute beherrschen die Schwarzorks die wichtigsten Anlagen. Selbst andere Orks meiden das Gebirge überwiegend.

Landschaft und Wege

Das Massiv misst an seiner Basis fast 50 Meilen im Durchmesser. Seine Flanken steigen zu einer etwa 35 Meilen breiten Hochfläche auf, die rund 1.000 Schritt über dem umliegenden Wald liegt. Im Zentrum ragen die fünf Zacken der Schwarzen Hand noch einmal zwischen einer und zweieinhalb Meilen empor. Jede Spitze ist an ihrer Basis ungefähr eine halbe Meile breit.

Die Zacken stehen um eine etwa 7,5 Meilen breite, leicht abgesenkte Fläche. Zwischen ihnen verlaufen schroffe Felsrücken, Schluchten und Steilabbrüche. Nur wenige Pässe erlauben einen Zugang. Alte Wachanlagen und besetzte Festungen machen diese Wege zusätzlich gefährlich.

Das schwarze Gestein splittert beim Behauen scharfkantig ab. Sein feiner Staub verursacht bei längerer ungeschützter Arbeit schwere Erkrankungen der Atemwege, an denen viele Minenarbeiter sterben. Stürme treiben Splitter über die kahlen Flächen und können Menschen an ungeschützten Steigen aus dem Gleichgewicht reißen.

Nebelwald und Nebelmoore

Der Nebelwald reicht 20 bis 40 Meilen über die Flanken des Gebirges hinaus, im Südosten stellenweise fast 100 Meilen. Hohe Nadelbäume lassen wenig Licht bis zum Boden gelangen. Moose, Pilze und Schattengewächse gedeihen zwischen Wurzeln und feuchten Senken. Zum Rand hin wird der Wald lichter und geht in Mischwald und die offenen Landschaften des Hügellandes über.

Westlich des Massivs liegen die Nebelmoore am Übergang zur Merrasebene. Dunst von den warmen Gewässern zieht gegen die Berge und verdichtet sich zwischen Bäumen und Wasserlöchern. Fauliger Boden, verborgene Rinnen und schwimmende Pflanzendecken erschweren jeden Weg. Ortskundige können tragfähige Stellen erkennen; Fremde verlieren im Nebel leicht die Orientierung. Reisende berichten von geisterhaften Gestalten und Stimmen, die sie vom sicheren Boden fortlocken.

Im Wald leben jagdbare Tiere ebenso wie Raubtiere und Trolle. Dunkle Schluchten und Höhlen bieten weiteren Wesen Zuflucht. Die kahlen Hochflächen sind dagegen nur spärlich bewachsen und werden von wenigen Tieren dauerhaft bewohnt.

Klima

Die Kälte der Frostzacken und des Frostwurmwaldes beeinflusst besonders den Norden des Gebirges. Die Wälder sind kühl und feucht, die Winter dort lang und schneereich. Auf den Hochflächen herrschen starke Winde; die Nebelmoore bleiben kühler als die geothermisch erwärmte Merrasebene.

Die Schwarzorks

Schwarzorks zwingen einen nomadischen Orkschamanen zur Mitarbeit.

Die wichtigsten Festungen und unterirdischen Anlagen des Nebelgebirges werden von Schwarzorks bewohnt. Diese besonders großen und kräftigen Orks sind für ihre Härte und ihre schwere Bewaffnung gefürchtet. Ihre Bevölkerung ist vergleichsweise klein: Viele der alten Festungen stehen leer oder werden nur zeitweise als Wachposten genutzt. Das Zentrum ihrer Gemeinschaften bildet eine weitläufige unterirdische Festung unter den fünf Zacken der Schwarzen Hand. Ihre Außenwerke sichern die wenigen zugänglichen Pässe.

Die Schwarzorks betreiben Bergwerke, Schmelzöfen und alte Schmieden. Unter Reisenden und den Orks des Hügellandes wird angenommen, dass sie diese Anlagen einst von Zwergen übernommen haben. Die kunstvolle Bauweise und eigentümliche Geräte gelten als Hinweise auf diese Herkunft; gesicherte Kenntnisse über die ursprünglichen Erbauer fehlen jedoch. Die Schwarzorks haben die Anlagen über Generationen erweitert und stellen dort Waffen und Rüstungen her. Gefangene Menschen, Goblins und andere Orks müssen in den Minen und Werkstätten arbeiten. Auch unterworfene Höhlentrolle dienen als Arbeitskräfte und Wachen.

Unterirdische Pilzkulturen und Vorratslager tragen zur Ernährung bei. Regelmäßige Jagdtrupps bringen Fleisch aus dem Nebelwald und sorgen für Abwechslung im Speiseplan. Auf ihren Streifzügen beobachten sie zugleich die Wege und fremde Lager. Gelegentliche Überfälle liefern weitere Vorräte und Gefangene; offener Handel mit den Schwarzorks findet kaum statt.

Die Schwarzorks verehren Vharzul, der aufgrund ihrer Opferbräuche und Kriegsrituale gewöhnlich für einen Kriegs- und Todesgott gehalten wird. Über seine Lehre wissen Außenstehende wenig. Die meisten benachbarten Orks meiden die Schwarzorks und ihr Gebiet. Ihre Schamanen warnen vor einer Verderbnis, deren Ursprung und Ausmaß sie nicht sicher bestimmen können. Dennoch suchen einzelne Schamanen und Kriegshäuptlinge ihre Unterstützung für größere Feldzüge. Solche Bündnisse können ganze Landstriche an den Grenzen des Hügellandes bedrohen.

Offener Handel mit den Schwarzorks ist kaum möglich. Beutezüge und die Beschlagnahmung fremder Vorräte gehören jedoch zu ihren Mitteln, begehrte Güter zu beschaffen. Einzelne Angehörige des Clans der Schlange sollen ihnen beim Entziffern alter Schriften geholfen haben. Solche Verbindungen bleiben Ausnahmen und werden von anderen orkischen Gemeinschaften mit Misstrauen betrachtet.

Sagen und besondere Orte

Die Schwarze Hand

Eine weit verbreitete Sage erzählt, Xzar sei in einer Götterschlacht tief in die Erde getrieben worden. Mit letzter Kraft habe er eine Hand aus dem Boden gerissen, deren Finger bis heute als schwarze Zacken aufragen. Andere Erzählungen sprechen von der Pranke eines Riesen, der selbst die Titanen überragt habe. Welche Bedeutung diese Geschichten besitzen, wird unter Gelehrten und Priestern unterschiedlich beurteilt.

Erzählungen verbinden auch den Meteoriteneinschlag und die folgenden Erdbeben mit Veränderungen des Massivs. Alte Wehrbauten und verborgene Hallen geben Anlass zu Vermutungen über frühere Herrschaften, bieten Reisenden aber keine sichere Erklärung ihrer Geschichte.

Der Höhlenfels im südöstlichen Wald

Südöstlich des Massivs steht im Nebelwald ein schlanker, etwa 300 Schritt hoher Fels von rund 70 Schritt Durchmesser. Zahlreiche Höhlen durchziehen ihn. Sein früherer Zweck ist unbekannt. Die auffällige Formation dient manchen Reisenden als Wegmarke; andere meiden sie wegen der Geschichten über ihre dunklen Öffnungen.

Gerüchte und Abenteuerideen

  • Ein aus den Bergwerken geflohener Gefangener erreicht einen Grenzort im Hügelland. Er will seine zurückgelassene Schwester befreien und kennt einen alten Versorgungsgang zur zentralen Festung. Seit seiner Flucht ist dort jedoch eine Wachstellung eingerichtet worden.
  • Eine orkische Schamanin warnt vor einem Kriegshäuptling, der in einer Passfestung mit den Schwarzorks verhandelt. Sie sucht Hilfe, um das Bündnis zu verhindern; ein benachbartes Menschendorf hält ihre Warnung für eine Falle.
  • Ein Jagdtrupp hat bei einem Lager am Rand des Nebelwaldes Menschen verschleppt. Die Verfolgenden finden ihre Spuren, verlieren sie aber in den Nebelmooren. Ein ortskundiger Führer verlangt zunächst Unterstützung bei der Suche nach seinem ebenfalls verschwundenen Sohn.
  • Eine Gelehrte entdeckt an einem geborgenen Metallstück dieselben Schriftzeichen, die ein Reisender vom Höhlenfels abgezeichnet hat. Sie sucht Begleiter für eine Untersuchung. Ein orkischer Trupp beansprucht das Fundstück und droht, jeden Zugang zu dem Fels zu sperren.

Die tatsächlichen Hintergründe der alten Anlagen und der Entwicklung ihrer Bewohner beschreibt der Artikel Geschichte des Nebelgebirges als Spielleiterwissen.